Rick Nautilus - Geisterschiff am Meeresgrund

Autor*in
Blanck, Ulf
ISBN
978-3-7373-4237-7
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Grubing, Timo
Seitenanzahl
146
Verlag
FISCHER KJB
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Frankfurt am Main
Jahr
2021
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,00 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Als Rick und seine beiden Freunde Ava und Emilio eine geheimnisvolle Schatzkarte finden, ist ihr Forschergeist geweckt. Mit ihrem U-Boot Nautilus geht es in ungewohnte Tiefen. Und schließlich in eine fremde, gefahrenreiche Welt. Doch die drei mutigen Seefahrer lassen sich keineswegs abschrecken; auch dieses fantastische Abenteuer werden sie gut überstehen.

Beurteilungstext

Der Plot von Band 4 der Abenteuerserie um Rick Nautilus orientiert sich eng an dem der zuvor erschienenen Bücher. Diesmal begeben sich die drei Abenteurer nach dem Fund einer geheimnisvollen Schatzkarte mit ihrem Tauchboot Nautilus tief hinunter ins Meer, um ein dort vermutetes Wrack zu suchen. Als sie nach heftigen Turbulenzen wieder auftauchen, finden sie sich in einer sonderbaren Welt wieder, in der neben eigentlich bekannten, aber hier ungewöhnlich groß gewachsenen Tieren auch Menschen unter nahezu steinzeitlichen Bedingungen wohnen. Sie kennen nicht einmal das Feuer und wissen weder genau, wie sie in diese „verkehrte Welt“ (S. 124) gekommen sind, noch dass es die andere ‚normale‘ Welt überhaupt gibt. Rick und seine Freunde fungieren quasi als Zivilisationshelfer, etwa indem sie ihr Feuerzeug an die Bewohner verschenken. Sprachlich gibt es erstaunlicherweise keine Probleme, aber vieles, was Rick erzählt, bleibt den dortigen Menschen völlig unbegreiflich. Das Angebot, diese kleine Gruppe mit mehreren Tauchgängen der Nautilus mitzunehmen, wird allerdings freundlich abgelehnt: Niemand möchte Robinson, wie sie ihre Heimat nennen, einfach verlassen.
Ricks spitzfindige Erklärung, wie das Tauchboot, aber früher auch die Robinson-Bewohner diese sonderbare Welt erreicht haben, ist reine Fantasie: Es beruhe auf einer Umkehrung der Schwerkraft, die wohl durch bestimmte magnetische Gesteinsarten bewirkt würde (S. 129). Der Autor verlässt hier (weitaus stärker als im vorigen Band) einen realen Bezug.
Die Problematik besteht im überraschenden Kontakt zwischen zwei äußerst unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen. Die daraus entstehenden Differenzen wirken sich aufgrund gegenseitigen Entgegenkommens indes nicht negativ aus. Vergleichbar wäre die geschilderte Situation etwa mit einem Erstkontakt von Forschern mit auch heute noch existierenden indigenen Gruppen, beispielsweise im südamerikanischen Amazonasgebiet. Eine meeresökologische Problematik wird in diesem Band nicht thematisiert.
Auf einen guten Wiedererkennungswert zielt das Layout aller bisher erschienenen Bände der Rick-Nautilus-Reihe ab. In großen Buchstaben findet sich der Name „Rick Nautilus“ über einem jeweils zum kleinen Untertitel passenden Farbbild auf dem Umschlag. Die Umschlaginnenseiten zeigen die drei Kinder (mit Kurzinformationen) sowie eine technische Schnittzeichnung der Nautilus.
Wie immer ist der unregelmäßig bebilderte Text zumeist unkompliziert gehalten und gut verständlich. Das Buch ist eine spannende Unterhaltungslektüre für Leserinnen und Leser ab etwa 8 Jahren. Weitere Bände sind bereits angekündigt.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von RPGK; Landesstelle: 20 Rheinland-Pfalz.
Veröffentlicht am 15.03.2022

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