Lakota Moon

Autor*in
Babendererde, Antje
ISBN
978-3-401-02936-8
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
280
Verlag
Arena
Gattung
Ort
Würzburg
Jahr
2007
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
7,50 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Der 15-jährige Oliver lebt mit seiner Mutter in Berlin und ist wahnsinnig verliebt in Nina. Da eröffnet ihm seine Mutter, dass sie einen Indianer heiratet und sie nach Amerika in ein Reservat übersiedeln. Für ihn bricht eine Welt zusammen.

Beurteilungstext

Ohne lange Vorrede beginnt die Autorin gleich mit dem Paukenschlag des Auswanderns, des Umsiedelns und mit dem neuen Leben in Amerika. Der in “ich” Form aus Olivers Sicht erzählte Roman gleitet mühelos in die neue Kultur, in das neue Leben. Sehr beindruckend ist dabei die Darstellung der Gefühlslage des Protagonisten, die anfangs von totaler Abwehr, Konfrontation, dem großen Schmerz wegen Nina bis zu erster Neugier reicht. Dabei spielen nicht nur seine, sehr real dargestellten Gefühle eine Rolle, die zudem getragen sind von einer tollen Selbsteinschätzung, sondern auch die seiner Mutter und seiner neuen indianischen Familie. Hier prallen Weltanschauungen aufeinander, die die Autorin ohne Wertung stehen läßt, getragen vor allem von der Rolle des Großvaters im Reservat. Oliver erlebt das Anderssein, das Ausländer sein aus der anderen Perspektive. Hier ist er der Ausländer, dargestellt im Konflikt mit seinem neuen Bruder und später an der Schule. Langsam nur kann Oliver sich auf das neue Leben einlassen, empfindet die Landschaft und die meisten Menschen als liebenswert. Genauso aber lernt er die Ungerechtigkeiten zu hassen, empfindet er die Kultur als interessant und er begreift was “ Mutter Erde” für die Indianer bedeutet. Er kommt auch mit “ seiner Seele” im neuen Leben an. Als sein Stiefvater verhaftet wird, weil er für die Rechte der Indianer kämpft, weiß er wo er hingehört. Der Autorin gelingt neben der gewohnt bildhaften Beschreibung von Natur und Kultur eine treffende Darstellung des Lebens in den Reservaten und ein starkes Plädoyer für Gerechtigkeit und gegen die herrschende Unterdrückung und Arroganz. Der Spannungsbogen der inneren und äußeren Konflikte Olivers zieht sich durch das ganze Buch. Das er schließlich in seinem neuen zu Hause ankommt, geht nur weil beide Seiten Schritte aufeinander zu machen. Es gibt kein Happy End, sondern ein Ende mit vielen Fragen aber auch mit ein wenig Hoffnung.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von T-Hö.
Veröffentlich am 01.01.2010

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