Hope Forever

Autor*in
Hoover, Colleen
ISBN
978-3-423-71606-2
Übersetzer*in
Ganslandt, Katarina
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
528
Verlag
dtv
Gattung
Ort
München
Jahr
2014
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Sky hat bislang nur mit Jungs gespielt und sich ausprobiert, wahre Gefühle hat sie bislang nicht entwickeln können. Das ändert sich erst, als sie Dean kennen lernt. Doch die Liebe zu ihm ist der Schlüssel zu schlimmen Ereignissen in Skys Kindheit, die sie bislang verdrängt hat...

Beurteilungstext

Die 17-jährige Sky lebt bei ihrer Adoptivmutter mit gesunder Ernährung fernab von Internet und Handy. Und mit ihrer im Nachbarhaus lebenden Freundin liebt sie es, Jungs zu wilden Knutschspielen zu verführen. Ihr Problem ist, dass sie dabei nichts empfindet. Erst als sie von einem Mitschüler angesprochen wird, regt sich etwas in ihr. Aber Dean Holder gilt als Sonderling, dessen Schwester sich umgebracht hat und der schon einmal einen Mitschüler brutal zusammengeschlagen hat. Nach und nach wird deutlich, dass Dean und Sky sich schon mal als kleine Kinder begegnet sind: Sie waren Nachbarn bis zu dem Tag, als Sky spurlos verschwand.
Colleen Hoovers Roman geht deutlich über die Liebesgeschichte hinaus, nach der er zunächst aussieht. Denn erst die intensive Beziehung zu Dean ruft in Sky Erinnerungen an das wach, was ihr einst passiert ist. Als sie das erste Mal miteinander Sex haben wollen, bemerkt Sky, dass sie blockiert ist und nicht kann. Bereits durch einige Rückblenden vorher weiß der Leser, dass in ihrer Vergangenheit vor 13 Jahren etwas Nachhaltiges passiert sein muss. Auf den Punkt gebracht: Ihr Vater hat sie als vierjähriges Kind nach dem Tod der Mutter missbraucht und von ihrer Tante – selbst Missbrauchsopfer ihres Bruders/Skys Vater – wurde sie zum Schutz entführt. Dass es sich bei der Adoptivmutter um die Tante handelt, erfährt Sky aber erst zum Ende der Erzählung. Damit nicht genug der Tragik, denn als sie mit Dean den Vater aufsucht, um ihre Geschichte aufzuarbeiten, erschießt dieser sich. Vorher kommt noch heraus, dass auch Deans Schwester, nachdem Sky entführt worden war, ihm zum Opfer fiel und ihr späterer Selbstmord eine Folge des Missbrauchs ist.
Alles in allem trägt Hoover mit diesen ganzen Dingen ein wenig dick auf, wenigstens auf den Übergriff/Selbstmord auf Deans Schwester hätte getrost verzichtet werden können. Nichtsdestotrotz ist insgesamt ein spannender Roman herausgekommen, der mit der SMS-Kommunikation der Liebenden einen gewissen Witz und letztlich mit der Darstellung des gegenseitigen Begehrens ein erotisches Prickeln enthält, von dem Bella und Edward nur träumen können.

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Diese Rezension wurde verfasst von str.
Veröffentlich am 01.01.2010

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