Mela, die kleine Biene

Autor*in
Gréban, Quentin
ISBN
978-3-280-03504-7
Übersetzer*in
Sievi, Seraina Maria
Ori. Sprache
Französisch
Illustrator*in
Maquoy, Isabelle
Seitenanzahl
32
Verlag
Orell-Füssli
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
Zürich
Jahr
2016
Lesealter
0-3 Jahre4-5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
13,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Die kleine Biene Mela würde so gerne die Welt außerhalb des Bienenstocks kennenlernen, jedoch darf sie noch nicht. Da wird eines Tages der Bienenstock von einem Bär angegriffen. Mela hilft mit, ihn zu verteidigen. Nun ist sie draußen in der Natur. Gerne würde sie sie kennenlernen? Wird Mela die Umgebung erkunden? Welche Abenteuer erlebt sie? Und was sagen die anderen Bienen dazu?

Beurteilungstext

Es gibt Bilderbücher, die schließt man schon mit der ersten Seite in sein Herz ein. Zu diesen gehört ohne Zweifel "Mela, die kleine Biene" von Quentin Gréban, das im Frühjahr 2016 bei Orell Füssli erschienen ist.
Die Geschichte handelt von der kleinen Biene Mela, die so gerne die Welt außerhalb des Bienenstocks erkunden würde. Jedoch darf sie noch nicht, denn sie muss noch viel lernen. Ihre Aufgaben liegen im Bienenstock. Eines Tages wird er von einem Bären angegriffen, Mela hilft ihn zu verteidigen. Dabei sieht sie zum ersten Mal die Umgebung. So gerne würde sie sie näher erkunden. Traut sich Mela, gegen die Anweisung ihrer Mutter, der Königin, zu handeln? Welche Abenteuer stehen ihr bevor?
Quentin Gréban hat ein warmes und gleichzeitig so klares Bilderbuch geschaffen, das gleich zwei Themenebenen den Kindern ab 3 Jahren näher bringt. Da ist zum einen das Sachthema Biene und Bienenleben. Obwohl es sich um eine fantastische Erzählung handelt, lernen die Kinder sehr viel über Bienen und Bienenstöcke kennen. Gréban hält sich sehr genau an die Realität. Das Wissen um die Bienen wird gut, klar und verständlich dargestellt, ohne aufdringlich zu wirken. Er zeigt die Aufgaben der jungen Bienen wie die von Mela im Bienenstock, die der älteren außerhalb. Er zeigt die Gefahren und Fressfeinde der Bienen. Und er zeigt, wofür Bienen nützlich sind, was ihre Aufgabe in der Natur ist (Bestäuben, Pollen und Nektar sammeln).
In der zweiten Ebene, die die erzählerische, die Metaebene des Buches darstellt, geht es Gréban um Mut, einmal Dinge gegen den Strom, gegen die Anweisungen der Älteren zu tun, die sich auf guten Absichten begründen. Mela handelt keineswegs egoistisch, sondern im Sinne einer Verbesserung für die Gemeinschaft. Dabei hat sie viel Glück, die Gefahren zu überstehen. Genau so soll es auch bei Kindern sein. Ab und zu müssen sie Neues auch gegen den Rat der Eltern ausprobieren, um Selbständigkeit und Selbstsicherheit zu erlangen und gleichzeitig auch durch das Neue Gutes für die Gemeinschaft zu tun. Solange dieser Regelverstoß sich nicht auf egoistischen Gründen beruht, sondern von guten Motiven getragen wird, gehört er als Recht der nachwachsenden Generation zum Selbständigkeitsprozeß dazu.
Diese zwei Ebenen verpackt Gréban in einer warmen, ansprechenden Geschichte. Die Sätze sind kurz und klar formuliert. Sie sprechen eher jüngere Kinder an. Mit wenigen Worten zeichnet Gréban die Gefühle und Gedanken von Mela nach. Er bleibt stringent am Plot, führt ihn weiter und baut dennoch immer wieder neue Überraschungen und Kehrtwendungen ein. Liest man mit Engagement vor, zieht man mit dem Text die Kinder schnell in den Bann des Buches.
Darüber hinaus fasziniert und lebt das Buch von den sachlichen, klaren und dennoch auch emotionalen Bildern von Isabelle Marquoy. Auch sie nimmt das Spiel der zwei Themenebenen in ihren Illustrationen wunderbar auf, beeindruckt mit ihren Bildern, mit denen sie den Kindern den Zauber der Natur näher bringt. Nichts ist dabei verkitscht, nein, ganz im Gegenteil, ja mehr sachlich-beobachtend und dennoch poetisch sind sie gehalten.
Das Bilderbuch "Mela, die kleine Biene" von Quentin Gréban überzeugt mit seiner runden Geschichte, die sachlich und fantastisch zu gleich ist, sofort. Die perfekte Ergänzung liefern die Bilder von Isabelle Marquoy, die die Geschichte nicht nur visuell ergänzen, sondern auch selbst erzählen. So soll ein richtig gutes Bilderbuch sein!

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Diese Rezension wurde verfasst von .
Veröffentlich am 01.07.2016

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