Isola

Autor*in
Abedi, Isabel
ISBN
978-3-401-26048-8
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
Verlag
Arena
Gattung
AudioKrimi
Ort
Würzburg
Jahr
2008
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
24,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Ein berühmter Regisseur plant ein ganz besonderes Filmprojekt. Zwölf Jugendliche werden auf einer einsamen Insel mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet und sollen dort einfach nur leben. Der Alltag bestimmt den Film. Doch dann geschehen unvorhergesehene Dinge und plötzlich wird aus dem Angenehmen tödlicher Ernst.

Beurteilungstext

Die Idee dieses Hörbuches ist so spannend wie ausgefallen.
12 Jugendliche werden für das Filmprojekt eines berühmten Regisseurs gecastet und ausgewählt. Schon die Einladung zum Casting ist eine Ehre und weckt großen Stolz in den Jugendlichen. Alle Jugendlichen werden nach Brasilien auf eine einsame Insel gebracht - es spielt hier auch keine Rolle, dass die meisten nicht volljährig sind - und dort sich selbst überlassen. Das Besondere ist, dass der komplette Tagesablauf durch Kameras überwacht wird. Ausgenommen sind nur Schlafräume und Sanitärräume. Es gibt kein Drehbuch, der Alltag bestimmt das Geschehen und die Jugendlichen können machen, was sie wollen.
Wenn das die gesamte Handlung wäre, dann hätten wir es mit eine langweiligen Erzählung zu tun.
Die Autorin beginnt allerdings ihre Geschichte ganz unten. Sie lässt die 17-jährige Joy Reichert in der Ich-Form erzählen. Jeder Teilnehmer muss einen Fantasienamen wählen, Joy wählt den Namen Vera, den sie von ihren leiblichen Eltern erhalten hat, und den sie nach einer Adoption nur als zweiten Namen führt.
Über die Beschreibung der einzelnen Jugendlichen baut Abedi Spannung auf. Sie schildert ausführlich das gegenseitige Kennenlernen, Sympathien und Antipathien, merkwürdige und angenehme Verhaltensweisen. Vera fühlt sich schon von Anfang an zu Solo, der sich später als Sohn des Regisseurs entpuppt, hingezogen.
Schließlich - am Höhepunkt der Handlung, auf den Abedi kontinuierlich und konsequent hinarbeitet, kommt einer der Jugendlichen ums Leben und die verbliebenen entdecken, dass ein tödlicher Plan Ziel des ganzen Aufenthalts war, in deren Mittelpunkt Vera und dieSöhne des Regisseurs, Solo und Tobias, standen. Eine besondere Rolle kommt Solos Zwillingsbruder Tobias zu, der von seinem Vater in ein Heim abgeschoben wurde, weil seine Mutter bei der Geburt des zweiten Kindes verstarb und der Vater das Kind deshalb nicht haben wollte. Tobias gibt hier den Bösewicht, der mordet und sich schließlich selbst vom Felsen stürzt.
Abedi lässt die Handlung versöhnlich enden, alles klärt sich auf und endet gut.
Die Handlung wird von dramatischen Szenen geprägt, Angst und Schrecken werden verbreitet, unerwartete Handlungsstränge steigern die Spannung und fesseln den Leser ganz ungemein.
Isabel Abedi greift in diesem Buch das gern verwendete Strickmuster der Fernsehsendungen “Dschungelcamp” oder “Big Brother” auf, führt es durch die kriminelle Ausrichtung irgendwie ad absurdum und gibt dadurch einer simplen Handlung einen spannenden Verlauf. Ein sehr gelungenes Buch, das die Reihe der Jugendromane von Isabel Abedi bereichernd fortsetzt.

Gelesen wird dieses Hörbuch von den beiden Schauspielern Andreas Fröhlich und Jessica Schwarz. Fröhlich hat auch Erfahrung im Bereich der Filmsynchronisation.
Jessica Schwarz liest die gesamte Handlung des Buches, während Fröhlich Einschübe als eine Art Nebenhandlung liest, die die Pläne des Zwillingsbruders von Solo, Tobias, betreffen.
Beide Sprecher lesen klar und gut verständlich. Jessica Schwarz könnte bisweilen ein wenig mehr die Spannung herüberbringen. Beispielsweise spricht in CD 2/Spur 7 die Anleitung zum mörderischen Spiel wenig ausdrucksvoll. Insgesamt überwiegt der positive Eindruck bei beiden Sprechern. Die Charaktere sind gut nochvollziehbar , die Handlung lässt sich gut verfolgen und die Spannung wird durch die Sprecher vermittelt.
Durch südamerikanische Musik von Eduardo Macedo wird das Hörbuch noch angenehm aufgewertet.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von CJM.
Veröffentlich am 01.01.2010

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