Hard Cash

Autor*in
Cann, Kate
ISBN
978-3-570-25054-9
Übersetzer*in
Hergane, Yvonne
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
284
Verlag
Bertelsmann
Gattung
Ort
München
Jahr
2002
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Hard Cash heißt übersetzt einerseits "Kleingeld, Münzen" aber im übertragenen Sinn auch "Ablenkung vom Wichtigen". Richard Steele hat die Chance auf das schnelle Geld, das man erhält, wenn man seine Begabung verkauft, sich vielleicht gar selbst, sich "prostituiert". Er vernachlässigt seine Möglichkeiten, mit Hilfe des College-Abschlusses aus dem erbärmlichen Leben der britischen Unterschicht herauszukommen.

Beurteilungstext

Kate Cann beschreibt aus der Sicht des 17jährigen, was das "harte Geld" in einer Person bewirken, aber auch, welche Liebeswirrungen es hervorrufen kann. Mit seinem schnell verdienten Geld und einer In-Party kann Ri-chard Portia beeindrucken, die er schon ganz lange anhimmelt. Aber er lernt auch Bonny kennen, die eben ge-nau diesem schnellen und flachen Leben ihrer Mutter zu entkommen sucht. Was ist wichtig im Leben?
Richards walisischer Kunstlehrer Huw sagt: "… in erster Linie - dass man seine Arbeit macht. Die richtige Arbeit."
Rich(y) hat das am Ende des Buches gelernt und zudem erkannt, echte Menschen von anderen zu unterschei-den. Grautöne gibt es auch noch.
Aspekte innerhalb des Buches gibt es viele, zum Beispiel: Wie benimmt man sich innerhalb und gegenüber seiner armen Familie, die täglich den Überlebenskampf durchmacht, wenn man plötzlich viel Geld in der Ta-sche hat, das man gern auch anders ausgibt? Wie bekomme ich ein Mädchen ins Bett? Welche Rechte darf ich mir innerhalb einer Gemeinschaft herausnehmen? Wie werden Kinder von ihren ledigen Müttern als Krücken missbraucht?
Schön sind die sprechenden Namen:
Rich für einen armen College-Studenten, Richy für seine Versüßlichung und Steele für den (stahl-)harten Menschen, der sich dahinter (eben nicht!!) verbirgt.
Seine Gönnerfamilie Hanratty hat rein gar nichts mit einer Ratte zu tun, erweist sich vielmehr als rührend und empfindsam.
Der Name des Mädchens Bonny passt wunderbar zum Walisen Huw, weil Irland ja nicht weit weg ist.
Portia scheint ein Hafen zu sein für Richard, ist aber in Wirklichkeit keiner.
Das Buch lässt sich gut weglesen - und es ist so viel besser als sein Titel und die Aufmachung es vermuten lassen. Eine Titelübersetzung fehlt auch. Das ist sehr schade, denn die hier geschilderten Situationen sind eben wirklich die von Jugendlichen, auch wenn der Schluss ein bisschen amerikanisiert wurde, (zu) süß und hoffnungsfroh.

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Diese Rezension wurde verfasst von BP.
Veröffentlich am 01.01.2010

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