Die Ministerpräsidentin

Autor*in
Tungodden, Tore
ISBN
978-3-8067-5142-0
Übersetzer*in
Haefs, Gabriele
Ori. Sprache
Norwegischen
Illustrator*in
Seitenanzahl
158
Verlag
Gerstenberg
Gattung
Ort
Hildesheim
Jahr
2007
Lesealter
10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
11,90 €
Bewertung
nicht empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Die 10-jährige Hannah wird von der Partei"Stimme der Zukunft"als Kandidatin für den Ministerpräsidentenposten aufgestellt. Nach ihrem Wahlsieg verteilt sie die z.T. neu erdachten Ministerien an Gleichaltrige und die Kinder stürzen sich begeistert und äußerst erfolgreich in die Regierungsgeschäfte. Als Hannah aber erfährt, dass ihre Wahl auf einer verrückten Wette beruht, tritt sie ohne zu zögern zurück.

Beurteilungstext

Können Kinder ein Land regieren? Bei Tore Tungodden erscheint das möglich und sogar ganz einfach. Die einzige Schwierigkeit, die sich dabei für ihn ergibt, ist, dass Kinder in die Schule gehen müssten. Aber diese Klippe wird elegant umschifft, indem die Lehrerin verlangt, dass sich Hannah und ihre Minister weiterbilden müssen. (S. 131) Im Übrigen sind Kinder in den Augen des Autors durchaus mit erwachsenen Politikern gleichzusetzen, besonders wenn die Zehnjährigen so positiv, lebensklug, einfallsreich, witzig und friedliebend sind wie die hier beschriebenen. Eine Ausnahme bildet Henrikke , sonst wäre die Geschichte zu langweilig, auch wenn öfters von "Furzkissen" und "furzen" die Rede ist. Auch der Schluss ist so unrealistisch wie die ganze Idee. Genauso gut hätte der Autor das "bewährte" Traumende als Lösung für Hannahs Dilemma anbieten können. Geeignet ist das Buch für das Unterrichtsfach "Staatsbürgerkunde", denn es wird alles von der Aufstellung der Kandidaten über das Wahlverfahren bis zur Kabinettsarbeit sehr genau und verständlich für die Ich-Erzählerin Hannah und ihre Altersgenossen erklärt. Trotzdem entsteht ein falsches Bild von der politischen Arbeit. Die Schwierigkeiten werden dabei fast nicht berührt oder zu oberflächlich und als leicht lösbar dargestellt. Gabriele Haefs hat das Buch gut übersetzt. Eine "Vorbemerkung" weist die deutschen Kinder darauf hin, dass Norwegen zwar wie Deutschland eine parlamentarische Demokratie ist, aber durch einen König repräsentiert wird.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Sl.
Veröffentlich am 01.01.2010

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