So ein Glück! Geschichten von Mats und Roj

Autor*in
Lindström, Eva
ISBN
978-3-446-20697-7
Übersetzer*in
Kicherer, Birgitta
Ori. Sprache
Schwedisch
Illustrator*in
Lindström, Eva
Seitenanzahl
119
Verlag
Hanser
Gattung
Ort
München
Jahr
2006
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Klassenlektüre
Preis
12,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

12 kleine Geschchten um zwei Freunde, ihre Fantasien, ihren Alltag, ihre Familien.

Beurteilungstext

Die schwedische Autorin und Illustratorin erzählt von dem Freundespaar Mats und Roj auf eine Weise, die den Leser auf gleiche Höhe mit den beiden etwa Sechsjährigen stellt. Man steht neben Roj im Garten und sieht nebenan jemand einziehen und stellt mit Roj Vermutungen an, warum sich einer hinter dem Schrank versteckt. Um so einfache Dinge, die jedoch sehr wichtig für die beiden Freunde sind, geht es in allen Geschichten. Mal geht es um einen Hüttenbau, mal schieben sie einen Einkaufskorb auf eine Eisscholle am Ufer, mal fantasieren sie von der Unterwelt, in der alles so ist wie in der richtigen, nur umgekehrt, mal fällt ein Stein nicht wieder vom Himmel und ein Hund verschwindet, mal sind beide in Ferien und allein. Oder sie finden was komisch und lachen sich kaputt.
Die jeweils etwa 10 Seiten langen Geschichten in der treffenden Übersetzung von Birgitta Kicherer sind in einer fast mündlich zu nennenden Sprache geschrieben, sie ähnelt stark der Redeweise von Kindern, ist aber keine Imitation.Gefühle werden meist durch körperliche Symptome beschrieben. Die Sprunghaftigkeit wie die Ausdauer in der Beschäftigung von Kindern miteinander wie mit gemeinsamen Plänen kommt sehr deutlich zum Ausdruck.
Auch die Familiensituation der beiden Jungen kommt zum Tragen, denn Mats Vater Ove wohnt nicht mehr bei ihnen, sondern hat eine neue Frau in Dänemark, die Mats nur ein bisschen versteht.
Gefühle wie Angst werden über das Verhalten geschildert, so wenn Roj mit dem Hund spielt, aber: “Plötzlich kam es ihm so vor, als wäre der Hund wütend.” Genau hier setzen die Möglichkeiten ein, die zuhörenden Kinder einzubeziehen und von ihren Ängsten berichten zu lassen, vom Umschlag einer Spiel- in eine Angstsituation oder vom Wechsel einer Situation, in der sich ein Kind allein befindet und dann das selbstverständliche Hinzukommen des anderen erlebt.
Das reizt zum Vorlesen in einer Kleingruppe ab 5 Jahren, auch wenn die beiden Protagonisten etwas älter sein dürften, denn Mats kann schon in Druckbuchstaben auf einer Karte an seinen Freund schreiben, wie unheimlich ein plötzlicher Nebel am Meer sein kann.

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Diese Rezension wurde verfasst von uwo.
Veröffentlich am 01.01.2010

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