Der Wal

Autor*in
Murrow, EthanMurrow, Vita
ISBN
978-3-7913-7254-9
Übersetzer*in
Franz, Birgit
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
30
Verlag
Prestel
Gattung
BilderbuchSachliteratur
Ort
München
Jahr
2016
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
24,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Vor einer Insel wollen zwei Jugendliche einen getupften Riesenwal gesichtet haben, wofür es jedoch keine Beweise gibt. Weil sich dieses Ereignis zum 50. Mal jährt, ruft die Lokalzeitung dazu auf, endlich den Beweis zu liefern. Zwei junge Forscher stechen in See und geraten bei einem Unwetter sogar in Lebensgefahr, aber sie sichten den getupften Riesenwal, der inzwischen sogar Nachwuchs hat. Weil sie Fotos als Beweise haben, werden sie gefeiert.

Beurteilungstext

Größe, das fast quadratische Format und Umschlag lassen das Bilderbuch auffallen. Hinzu kommt noch, dass es nur aus Grautönen besteht, verursacht durch die ausschließliche Verwendung von großformatigen Graphitzeichnungen - oft eine gesamte Doppelseite füllend -, durch die das Geheimnisvolle des Geschehens, aber vor allem auch die bedrohliche Natur veranschaulicht werden. Durch die Farbgebung könnte jedoch auch beim Betrachter der Eindruck erweckt werden sollen, er halte ein Buch aus alten Zeiten in der Hand, was durch die unzeitgemäße Art der verwendeten technischen Geräte und die Kleidung unterstützt wird.
Text findet sich nur auf den beiden ersten Doppelseiten und auf der letzten in Form eines Zeitungsausschnitts aus der Lokalpresse, der genau so viel Text freigibt, dass der Leser die Rahmenbedingungen der Handlung kennt: der Aufruf nach 50 Jahren, das Geheimnis um den getupften Riesenwal endlich zu lüften, und den Erfolg der Mission.
Auf den Seiten dazwischen sieht man einen Jungen und ein Mädchen, wie sie anhand von Plänen zwei Boote ausstatten für die Walbeobachtung, wie sie mit Scheinwerfern, Fotoapparaten und Fernglas die sich verdunkelnde See beobachten und bei einem Unwetter Schiffbruch erleiden. Sie können sich an Land retten, von wo sie von einer Aussichtsplattform aus eine Wasserfontäne beobachten, die typisch ist, wenn ein großes Meeressäugetier wie ein Wal zum Atmen an die Wasseroberfläche kommt. Im Fernglas sichten sie einen getupften Riesenwal. Sie melden ihre Entdeckung per Telefon und reparieren hastig ihr Boot, mit dem sie wieder hinausfahren. Der Höhepunkt der Erzählung ist auf einer Doppelseite festgehalten, auf der in fast schwarzem Wasser ein getupfter Riesenwal mit einem Jungen sowie der Bug des Boots aus der Vogelperspektive angedeutet sind. Die folgende Doppelseite zeigt die beiden Jugendlichen einerseits bei der Beweissicherung und zum anderen ihre von freudigem Entsetzen gezeichneten Gesichter. Auf der vorletzten Doppelseite blickt man den beiden Protagonisten auf den Rücken, wie sie heimkehren und von vielen winkenden Menschen am Ufer erwartet werden. Der Abschluss ist der bereits erwähnte Zeitungsausschnitt, aus dem der Leser auch erfährt, dass die beiden Großväter der Jugendlichen diejenigen waren, die den getupften Riesenwal vor 50 Jahren zum ersten Mal sahen, bisher jedoch geschwiegen haben, weil ihnen niemand geglaubt hat.
Format und Darbietungsform dürften dieses Bilderbuch wohl eher für jugendliche und erwachsene Rezipienten interessant machen, die sich für Seefahrt, Natur und ungewöhnliche Geschichten interessieren. Für diese Adressatengruppe spricht auch der relativ hohe Preis von fast 23 Euro.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Anmq.
Veröffentlich am 01.10.2016

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