Mondkaninchen

Autor*in
Bodecker-Büttner, von
ISBN
978-3-85452-194-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Karime, Andrea
Seitenanzahl
24
Verlag
Picus
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
Ort
Wien
Jahr
2017
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
16,00 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

„Mondkaninichen“ ist ein Bilderbuch für jüngere Kinder, die verstehen sollen, dass manche Menschen ihre Heimat verlassen müssen, auch wenn sie es nicht wollen. Es werden zwei Geschichten miteinander verwoben. Zum einen ist es die Geschichte der Kinder Layal, Sara und Zaki sowie ihren Eltern, und zum anderen eine Geschichte von Mondkaninchen, die kursiv gesetzt und auch in arabischer Sprache auf Buchseiten abgedruckt ist.

Beurteilungstext

Mit vielen sehr schönen farbigen Bildern ist das Buch „Mondkaninchen“ ausgestattet. Es beginnt mit der Vorstellung der drei Kinder. Zaki, der Junge sitzt in einem Baum, der Puddingbaum genannt wird, und schreibt etwas in sein Notizbuch. Er erfindet Geschichten, die er abends seinen Schwestern erzählt. Die beiden Mädchen Layal und Sara spielen, dass sie ein Restaurant haben und mit Obst andere Kinder und Tiere bedienen.
Dann ändert sich eines Tages alles. Es wird erzählt, dass Zaki nicht mehr zur Schule gehen kann. Plötzlich sehen die Eltern und die Kinder Rauchwolken, die ihnen zeigen, dass der Krieg naht. Alle Tiere sind auch verschwunden. Da die Heimat nicht mehr sicher ist, soll die Mutter mit den Kindern zuerst in ein sicheres Land fliehen. Doch die beiden Mädchen haben Angst und möchten ihren Bruder und ihren Vater nicht zurücklassen.
Durch die eingefügte Geschichte von den Mondkaninchen, die auch geflohen sind und nun im Mond leben, fassen die Kinder Mut und Hoffnung, dass alles gut werden wird. Diese Geschichte von den Mondkaninchen ist innerhalb des Bilderbuches auf Bücherseiten mit arabischen Schriftzeichen abgedruckt.
Das Bilderbuch beinhaltet sehr viele Fantasien von Kaninchen, die auf dem Mond leben und von Geistern in Granatäpfeln, die in bunten Bildern abgebildet sind. Hinzu kommt die realistische Tatsache des Krieges in dem arabischen Land, von dem die abgebildeten Schriftzeichen stammen.
Am Ende des Bilderbuches ist die Familie wieder in einem Land vereint, in dem es keinen Krieg gibt, in dem es schneit. Dem Leser wird deutlich vor Augen geführt, wie anders es für die Menschen ist, die ihre vertraute Umgebung verlassen müssen. In fantasievoller und schonender Weise werden so schon kleine Kinder an das Thema „Flüchtlinge“ herangeführt.

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Diese Rezension wurde verfasst von 22; Landesstelle: 19 Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlich am 12.06.2017