Der Tag wird kommen

Autor*in
Vogt-Ostli, Nina
ISBN
978-3-649-61386-2
Übersetzer*in
Dagmar, Lendt
Ori. Sprache
Norwegisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
240
Verlag
Coppenrath
Gattung
Ort
Münster
Jahr
2014
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
14,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Der 15-jährige norwegische Schüler Hans-Petter lebt zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter. Er wird von dem Mitschüler Andreas und dessen Clique gemobbt und misshandelt. Gunnar, einer seiner Lehrer, hat plötzlich ein Verhältnis zu seiner Mutter. Das missfällt H.-P., und mit Andreas schmiedet er einen bösen Plan.

Beurteilungstext

Die zentrale Figur wird in allen Facetten des schulischen und familiären Lebens dargestellt. Seine Angst vor der Gruppe um Andreas wird von Mal zu Mal intensiver, und mehrfach wird er gedemütigt. Sein leiblicher Vater, mit dem er sich ab und an trifft, vermag ihm nicht zu helfen. Da bekommt er aus heiterem Himmel Nachrichten aus ferner Zukunft, eine gewisse Fera meldet sich per Mail und Chat bei ihm, sie lebe in der Zukunft, 367 Jahre später als er jetzt, und sie würde versuchen, seine Zeit zu begreifen und aufzuarbeiten, wobei sie seine persönlichen Konflikte genau zu kennen scheint. Beide chatten über Persönliches wie Familie, Sex u.a., aber auch über historische Dinge und Persönlichkeiten. So auch über Diktatoren wie Hitler bspw., und wie er so ein Verbrecher werden konnte. War er schon böse, als er geboren wurde, ist die Frage?
Hans-P. versucht, dem Teufelskreis zu entrinnen, indem er das Leben von Andreas ausspioniert, feststellt, dass er Katzen liebt, fotografiert das, sendet ihm entsprechende Fotos und bringt den Übeltäter zumindest zum Nachdenken. In der Schule provoziert H.-P. seinen Lehrer Gunnar öffentlich, aber der verzeiht ihm und trifft sich gar mit seiner Mutter bei ihm zu Hause, um sich aussprechen zu wollen. Aber Andreas, der sich von Gunnar mishandelt fühlt, ist erpicht darauf,dem Lehrer Schaden zuzufügen, und gemeinsam mit H.-P. heckt er einen schlimmen Plan aus: Kinderpornografie soll Gunnar nachgesagt werden, und einige Videos überspielt man heimlich auf dessen PC. H.-P. ist auf dem Wege, eine bösartige Person zu werden, was ihm Fera am Ende auch per Mail mitteilt: er sei vor vielen Jahren derjenige Diktator gewesen, der eine Weltkatastrophe ausgelöst habe.
So ist der Ring geschlossen. Zwar vermag der Leser den Zusammenhang zwischen den Chats und der Realebene nicht sofort zu entschlüsseln, aber die Funktion dieser Dialoge wird schnell offenbart. Die Sprache ich verständlich und klar, das Anliegen erschließt sich spannungsvoll.

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Diese Rezension wurde verfasst von rene.
Veröffentlich am 01.01.2010