Zeit zum Vorlesen, Zeit zum Kuscheln - Die schönsten Vorlesegeschichten für wunderbare Träume

Autor*in
Loewe Verlag GmbH,
ISBN
978-3-7432-0836-0
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Henze, Dagmar
Seitenanzahl
126
Verlag
Loewe
Gattung
Buch (gebunden)
Ort
Bindlach
Jahr
2021
Lesealter
0-3 Jahre4-5 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Vorlesezeit ist Familienzeit. Die abwechslungsreichen Geschichten in diesem Buch laden zum gemeinsamen Kuscheln, und Träumen ein – ideal als Gute-Nacht-Ritual und für die ruhige Familienzeit am Abend.

Beurteilungstext

Unser Alltag wird immer hektischer, die Welt dreht sich immer schneller – umso wichtiger, sich mal ruhige Inseln zu schaffen, bewusst aufeinander einzugehen und miteinander zu sprechen. Und was eignet sich als Gesprächsanlass besser als eine wunderbare Geschichte, in die man gemeinsam versinkt und die einen alles um sich herum vergessen lässt? Egal wann und wie, Kinder lieben es, gemeinsam in spannende Geschichten und fantastische Welten einzutauchen und dabei Nähe und Geborgenheit zu spüren. Die Kinder merken dann: Jetzt sind Mama und Papa gerade ganz bewusst nur für mich da. So wird die Bindung zwischen Eltern und Kindern beim regelmäßigen Vorlesen gefestigt. Immer wieder treten im Alltag auch Situationen auf, die mithilfe von Geschichten thematisiert werden können. Denn Vorlesen bietet Raum für alle Fragen und hilft Eltern bei den Antworten und Erklärungen. Passende Geschichten erleichtern den Umgang mit herausfordernden Situationen und Problemen, die sonst schwer anzusprechen sind. Und auch besonders schöne Erlebnisse werden beim Vorlesen einer entsprechenden Geschichte gleich doppelt schön, wenn man sich gemeinsam daran zurückerinnert. Es ist möglich, Vorlesegeschichten fest in den Tagesablauf einzuplanen, verbunden mit einer Kuschelzeit. Das kann zum Beispiel abends im Bett vor dem Schlafengehen sein; dann lässt sich der Tag mit einer Geschichte ausklingen. Aber es bietet sich auch an, bewusst sich mit den Kindern auf dem Sofa oder in einer Kuschelhöhle etc. im Laufe des Tages zusammenzuhocken und vorzulesen. Dabei kann der Körper und Geist bewusst zur Ruhe kommen und entspannen. Durch das Vorlesen und miteinander sprechen werden die Kinder in ihrer Sprachentwicklung unterstützt; der Wortschatz wird erweitert. Die Geschichten regen die Phantasie an, sie trainieren das Konzentrationsvermögen und das Gedächtnis und die Ausdrucksfähigkeit werden auch vermehrt. Die Geschichten in diesem Buch sind sehr vielfältig, aber immer haben sie mit der Lebens Welt des Kindes zu tun. Die Inhalte sind leicht verständlich und die Zuhörer können sich gut mit den Protagonisten identifizieren. Wenn z.Bsp. Tina schlechte Laune und Langeweile hat und niemand auf der Welt hat so grässliche Langeweile wie sie, dann können wir/ die Kinder mit Tina mitfühlen, denn diese Stimmung ist uns auch bekannt. Umso besser ist es zu erfahren, dass das Selbstmitleid und Schmollen nicht durchweg angehalten hat und Tina nun die beste Laune auf der ganzen Welt hat; niemand hat so gute Laune wie sie. In einer anderen Geschichte ist Luis heilfroh, dass er keinen Winterschlaf halten muss und daher lieber doch kein Igel sein will. Nebenbei wird noch etwas Wissen über den Igel vermittelt. Moritz kann zusehends den Ekel vor Spinnen überwinden und lässt sich von Omas Faszination für diese Webkünstler anstecken. Alle Geschichten sind lebensnah, greifen alltägliche Probleme auf, spiegeln Traditionen und lassen erkennen, worauf es wirklich im Leben ankommt. Es gibt keine Superhelden, unrealistische Idole, Konsumbesitz. Erstrebenswerte Eigenschaften werden aufgegriffen und dazu zählen Freundschaft, Verzeihen, Helfen, Gehorsam, Gefühle, Dankbarkeit, Zeit und Umdenken. Auch in den vielen Tiergeschichten können wir das miterleben. Da gibt es den kleinen Steinbock Rocky, der erkennen darf, wieviel Freude er den anderen Tieren mit dem Teilen seiner gefundenen Erdnüsse bereitet hat. Oder der übermütige Kater, der von den Möwen geärgert wird, aber sich dann mit der Ratte Rita befreundet, die ihn aus dem Wasser fischt. Sehr gut hat mir die abgewandelte Variante zum Froschkönig gefallen. In der Geschichte „Wo ist meine goldene Kugel?“ geht nämlich Prinzessin Agathe mit dem Frosch ein Bündnis ein, dass sie sich jeden Tag eine andere Kugel zum Spielen aus der Sammlung des Frosches auswählen darf und so sehen sich die Beiden auch täglich. Auch die Geschichte „Nicht ohne meine Molli!“ ist für mich hervorhebenswert. Streitereien sind schlecht zu ertragen. Umso ergriffener war ich mitzuverfolgen, welche Denk- und Handlungsweise das elterliche Verhalten bei Lena ausgelöst hat. Ende gut, alles gut. Aber immerzu regen die Geschichten auch zum Nachdenken und darüber sprechen an. Weil es sich um eine Sammlung handelt, unterscheiden sich die Schreibstile ebenso,

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von WS; Landesstelle: 25 Thüringen.
Veröffentlich am 01.10.2021

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