Wolkenauge

Autor*in
Gómez, Ricardo
ISBN
978-3-473-34720-9
Übersetzer*in
Diestelmeier, Katharina
Ori. Sprache
Spanisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
158
Verlag
Ravensburger
Gattung
Ort
Ravensburg
Jahr
2008
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Normalerweise werden behinderte Kinder bei den Chrow nicht am Leben gelassen, denn sie sind kaum tragbar für die als Jäger und Sammler lebenden Indianer vor der Kolonialisierung Amerikas. Wolkenauge wird blind geboren. Seine Mutter ist sein Auge. Später wird er trotz oder gerade wegen seiner Behinderung ein wichtiges Stammesmitglied.

Beurteilungstext

Bei seiner Geburt ist Wolkenauge ein äußerlich vollkommenes Wesen, ein fast zu ruhiges Baby. mit stets geschlossenen Augen. Erst nach 15 Tagen wird seine Blindheit bemerkt. Seine Mutter kümmert sich rührend. Sie spricht fast pausenlos mit ihm, erklärt ihm alles, lässt ihn alles ertasten. Gehör und Tastsinn bilden sich übermäßig gut aus. Außerdem kann Wolkenauge gut zuhören und er lernt schnell, sich Gedanken zu machen, Informationen zu kombinieren und Empathie zu zeigen. Dabei ist er still und zurückhaltend. Diese Fähigkeiten retten den Stamm vor der Vernichtung durch weiße Büffeljäger. Wer die Geschichte kennt weiß, dass die Rettung nur kurzfristig war.
Der Leser begleitet Wolkenauge und seinen Stamm 10 Jahre lang bei den Wanderungen und im Alltagsleben. Er lernt Riten und Glauben kennen, Gesetze, Traditionen und Legenden. Er erfährt, wie Unbekanntes wie Pferde und Gewehre erklärt werden, er erkennt, dass das sinnlose Abschlachten von Büffeln das Gleichgewicht der Natur zerstört. Eine eroberte Metallaxt weckt Neid und führt zu kriegerischen Aggressionen.
Kleine Mondvignetten leiten alle 29 1/2 Kapitel mit Überschriften ein.
Der Autor erzählt schlicht und eindrucksvoll. Allerdings besaßen Prärieindianer wie die Chrow keinen Totempfahl, dieser gehört zu den sesshaften Indianern der Nordwestküste.
Bis zu ganzseitige Schwarz-Weiß-Zeichnungen begleiten den Test.
Das Buch erhielt 2006 den spanischen Kinderbuchpreis.

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Diese Rezension wurde verfasst von Fee.
Veröffentlich am 01.01.2010

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