Willkommen im Hotel Zur Grünen Wiese

Autor*in
Bertram, Rüdiger
ISBN
978-3-570-17991-8
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Fürtges, Christiane
Seitenanzahl
112
Verlag
cbj/cbt
Gattung
Fantastik
Ort
München
Reihe
Willkommen im Hotel Zur grünen Wiese Band 1
Jahr
2023
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
FreizeitlektüreVorlesenKlassenlektüre
Preis
14,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Bereits kleinere Kinder interessieren sich für die Artenvielfalt von Insekten und Käfern in ihrem Umfeld. Dieses schön gemachte Vorlesebuch erzählt in 15 Kapiteln voller Humor von einem Insektenabenteuer, indem es die Winzlinge vermenschlicht. Im übertragenen Sinne geht es um Diversität, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Miteinanderleben.

Beurteilungstext

Die linear aufgebaute, episodenhafte Handlung erlaubt das kapitelweise Vorlesen und Selberlesen in größeren Zeitabständen, z. B. als Gute- Nacht- Geschichte, oder auch als eine Buchlesung mit einer Gruppe von Vorschul- oder Grundschulkindern. Die vorangestellte Inhaltsangabe ermöglicht anhand von Kapitelüberschriften einen raschen Wiedereinstieg, zudem regt sie zum Nacherzählen an. Der Text enthält viel Sprachwitz zum Lachen, vermittelt über viele Dialoge in einer originellen Figurenrede. Muße beim Vorlesen ist einzuräumen, um die vielgestaltigen Illustrationen zu entschlüsseln, Diese komischen, surrealen Bilder regen zum Nachdenken und Deuten an. Die vermenschlichten Tiere sind in farbigen Bildern als Individuum, bezogen auf beeindruckende Details ihres Körperbaus, ihre Mimik und Gestik, überlebensgroß sowohl im Vollbild wie im Porträt zu betrachten. Die Illustrationen berühren emotional und lassen sich vergleichend in die eigene Lebenswelt der Kinder übertragen.
In der humorvoll erzählten Geschichte schlüpfen die Tiere in die Rolle von Angestellten (Grashüpfer, Ameise, Fliege, Glühwürmchen) und Gästen (Spinne, Raupe, Biene, Schabe, Hummel, Mistkäfer, Feuerwanze, Marienkäfer) des „Hotels zur Grünen Wiese“.
Der farbenfroh gestaltete BUCHEINBAND lädt zu einem Besuch in das „Insektenhotel mit Herz“ ein: „Es thront oben auf einem Holzpfahl, inmitten einer üppig blühenden Wiese, in einem abgelegenen Teil des Gartens. Die Riesen, denen der Garten gehörte, ließen die Gräser einfach wachsen, weil das für die Umwelt und die Insekten besser war. Deswegen hatten sie auch das Insektenhotel aufgestellt. Aber irgendwann hatten sie das Interesse daran verloren, und der Grashüpfer Adlon hatte es übernommen, gemeinsam mit der dicken Fliege Margot, die sich um die Speisen kümmerte und der Ameise Alexa, die bei Adlon in die Lehre ging.“ / S. 10) Im VORSATZPAPIER wuseln zwischen dem Blütenflor verschiedene Insekten und Käfer, fliegend, hüpfend, kriechend. Bepackt mit Rucksack, Koffer oder Reisetasche, ist ihr Ziel „das äußerst beliebte Hotel zur grünen Wiese“. Zu den Gästen im Hotel gehören:
-die Glühwürmchen, deren Wortführerin Ignis für ihre Arbeit einen Nachtzuschlag fordert…
-die Spinne Madame Spinoza, die ihre Netze überall spinnt, sich vor der Rechnung drückt und als ehemals berühmte Künstlerin „mit Geschichten aus ihrem aufregenden Leben bezahlt“…
-eine Raupe, die das Zimmer 17 nie verlässt, bis sie sich plötzlich als Schmetterling entpuppt…
-eine vollgefressene Hummel, die kaum noch durch die Türen passt…
-ein Mistkäfer, der seine stinkende Kugel überall mitschleppt…
-der Marienkäfer Karl und seine Feuerwanze Wanda, die auf ihrer Hochzeitreise für „Halligalli hoch zehn“sorgen, weil ihre Verwandten einen Familienstreit handgreiflich austragen. Warum? Adlon schlichtet: „Der wahren Liebe sind Punkte egal, für sie zählt nur das Herz und sonst gar nichts.“ Später sind alle vereint bei der Rettung Karls, der im Hause der Riesen in einem Marmeladenglas eingesperrt ist …
- in die Biene, Ihre Hoheit, Prinzessin Lissy, verliebt sich Adlon auf den ersten Blick, „…er ist verknallt total verschossen“, verhaspelt sich sprachlich, stottert plötzlich. Heimlich „büchsen" er und Lissy nachts aus…
Ihr gemeinsamer, in Text und Bild romantisch geschilderter Ausflug jedoch wird sich nicht wiederholen. Warum?
- Zum Schluss outet sich die spindeldürre Kakerlake, Michel In als Hotelkritikerin, die Eindrücke dieser Schabe, formuliert als Zeitungsartikel, findet man im ANHANG.
Dieses Fantasy - Buch beinhaltet eine problemorientierte, spannende, Handlung mit Elementen von Krimi , Liebesgeschichte. Der humorvolle Text bietet den Kindern und ihren erwachsenen Literaturvermittlern viel Lesespaß auf Grund seiner hintergründigen Komik, die dazu passenden Illustration erzählen die Geschichte mit und weiter.









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Diese Rezension wurde verfasst von Kra; Landesstelle: Sachsen.
Veröffentlicht am 10.09.2024

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