Wenn Engel bellen

Autor*in
Ammersken, Mareike
ISBN
978-3-7915-0168-0
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
48
Verlag
Dressler
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Hamburg
Jahr
2021
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
15,00 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Als Ellie eines Tages aus der Schule kommt, ist ihr Hund Karlo gestorben. Sie ist traurig, weil sie sich nicht von ihm verabschieden konnte. Doch dann bekommt sie im Traum die Gelegenheit, einen letzten Ausflug mit ihm zu machen und kann ihn friedlich gehen lassen.

Beurteilungstext

Das mit starken Bildern illustrierte Kinderbuch ist eine traurige und gleichzeitig Mut machende Geschichte. Der Band wurde von der Autorin selbst illustriert - bzw. die Illustratorin ist gleichzeitig die Autorin der Erzählung, denn für mich stehen Bilder und Geschichte in diesem Buch mindestens gleichwertig nebeneinander. Die Illustrationen sind sehr ausdrucksstark. Ein dunkles Blau dominiert die Bilder, daneben steht das kräftige Rot von Ellis Haaren sowie das Weiß ihres Hundes Karlo. Zu Beginn sind die Abbildungen eher dunkel, erst im Traum, als Ellie ihrem Hund wiederbegegnet, umgibt Karlo ein gelbes Leuchten und die Atmosphäre wird heller: leuchtende Glühwürmchen, ein warm gelb leuchtendes Zelt, in dem die beiden auf einer gelben Decke liegen ... Die Illustrationen spielen auch mit Perspektive: besonders intensiv finde ich die Stimmungen der in von oben gezeigten Szenen: Die trauernde, in sich zusammengerollte Ellie im leeren Hundekörbchen und Karlo und Ellie gemeinsam auf der Decke. Andere Bilder zeigen Ausschnitte, "Nahaufnahmen". Wie gesagt - das Buch beeindruckt schon durch die Illustrationen, ohne dass man den Text gelesen hat.
Doch auch dieser überzeugt. Ganz ruhig und sachlich erzählt er erst einmal nur das, was geschieht: Ellie kommt heim, Karlo ist nicht mehr da. Mama erklärt ihr, was passiert ist - keiner kann das Mädchen trösten. Im Traum wird Karlo wieder lebendig - und auch Ellie lebt wieder auf. Sie reitet auf seinem Rücken, fängt mit ihm Glühwürmchen. Und dann kommt der wichtigste Satz des Buchs: "Und Ellie spürte, ihr Herz war gar nicht leer, schließlich war Karlo darin!"
Die Erzählung ist eine wunderbare Geschichte, um Kindern den Tod eines Haustiers zu erklären, gleichzeitig eignet es sich aber auch als Parabel auf das Sterben und Abschiednehmen im Allgemeinen und kann auch gut gelesen werden, ohne selbst gerade die Erfahrung eines Verlusts gemacht zu haben. Illustrationen und Erzählstil fügen sich perfekt zusammen.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von 76; Landesstelle: Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 28.11.2021

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