Weihnachten in der Pfeffergasse

Autor*in
Bosse, Sarah
ISBN
978-3-649-62551-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Braner, Marie
Seitenanzahl
184
Verlag
Coppenrath
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Münster
Jahr
2017
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
12,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Oma Rosa ist auf dem Weihnachtsmarkt gestürzt und niemand kann sich um ihren kleinen Buchladen kümmern. Das übernehmen dann ganz spontan Finn und Greta, die damit - neben der Schule - in der Vorweihnachtszeit alle Hände voll zu tun haben. Dabei ist Omas alter Mitarbeiter "Monokel" nicht wirklich eine Hilfe, ganz im Gegenteil, er scheint etwas vor den Geschwistern zu verbergen. Und der Kater Luzifer macht ihnen die Arbeit auch nicht leichter ...

Beurteilungstext

"Weihnachten in der Pfeffergasse" (ein bisschen mehr Kreativität bei der Wahl des Titels wäre wünschenswert gewesen) ist ein echter Schmöker für die Vorweihnachtszeit. Grundschulkinder ab etwa 8 Jahren werden es gerne lesen, zum Vorlesen ist das Buch schon ab etwa 6 Jahren geeignet.

Da Oma Rosa mit einem gebrochenen Oberschenkelhals im Krankenhaus liegt, übernehmen die Geschwister Finn und Greta die Verantwortung für die "Bücherbutze". Da ist zwar auch noch der Gehilfe Herr Weber, genannt "Monokel", aber der kann die Arbeit unmöglich alleine schaffen. Die Mutter von Finn und Greta, die eigentlich helfen sollte, ist auf einer Fortbildung und soll von all dem am besten gar nichts erfahren. So sind die beiden Kinder gut beschäftigt: Bedienen der Kasse, Gestaltung des Schaufensters, Bücher als Geschenk verpacken, Bücher online bestellen ... Außerdem müssen sie sich mit Mäusen und dem Kater Luzifer herumärgern, der immer wieder Unordnung in den Laden bringt.

In Omas Buchladen kommt auf diese Weise richtig Schwung. Finn und Greta machen eine Entdeckung und bringen viele gute Ideen mit, die schließlich auch die Stammkunden begeistern. Wenn Oma aus dem Krankenhaus kommt, wollen ihr die beiden mit ihren Freunden eine tolle Weihnachtsüberraschung bescheren.
Vorher müssen sie allerdings noch das Geheimnis um "Monokel" klären, dessen Verhalten den Kindern wirklich merkwürdig vorkommt.

Mit Tempo und Spannung erzählt Sarah Bosse kindgemäß eine gelungene Vorweihnachtsgeschichte. Die "heimelige", von weihnachtlicher Vorfreude geprägte Stimmung im Buchladen überträgt sich auf die Leser. Die beiden Hauptfiguren Finn und Greta werden plastisch beschrieben und beim Lesen lebendig, wenn auch ein wenig idealisiert. Die Kinder kommen fast gänzlich alleine zurecht, es gibt keinen Streit und alles gelingt ihnen.

Das Ende ist der Autorin, die schon über 100 Bücher (vor allem Pferdebücher) veröffentlicht hat, dann doch etwas zu "süßlich" geraten. Im Spiegelbild des Schaufensters ist der Kater Luzifer angeschmiegt an ein Katzenmädchen (Wo kommt diese Katze plötzlich her?) zu sehen und alle sind in diesem Moment ziemlich glücklich ...

Der von Finn bzw. dem Sohn der Autorin komponierte Bücherbutzen-Song ist auf den letzten Seiten des Buches mit Noten abgedruckt und kann auch auf Sarah Bosses Internetseite www.sarah-bosse.de angehört werden.
Die schwarz-weißen Illustrationen von Marie Braner ergänzen die Geschichte in passender Weise und lockern den Text auf.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von FrSch; Landesstelle: 18 Niedersachsen.
Veröffentlich am 02.04.2018

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