Warten auf Gonzo

Autor*in
Cousins, Dave
ISBN
978-3-7725-2779-1
Übersetzer*in
Brauner, Anne
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
304
Verlag
Freies Geistesleben
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Stuttgart
Jahr
2016
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Fachliteratur
Preis
19,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Sehr frustriert ziehen Marcus, genannt Oz, und Schwester Meg mit den Eltern von London in eine Kleinstadt in den Norden von England. Vom gewohnten Komfort in London keine Spur, als sie in die etwas verlotterte Ckar Hill Farm ziehen. Auch in der Schule hat es Marcus mit den Mitschülern nicht leicht, zumal er in seine Klasse kommt, als der Unterricht schon vor Wochen begonnen hat.

Beurteilungstext

Eigentlich ist Oz ein humorvoller Typ, lebensfroh und immer zu einem Spaß aufgelegt. Jedenfalls war das vor seinem Umzug der Eltern in den Norden von England so. Seine Erlebnisse und Erfahrungen in der neuen Realität teilt er seinem imaginären Partner G in einer Art Tagebuch in Briefform mit. Am Anfang ist er noch überzeugt, dass seine Eltern ihren Fehler bei der Wahl des neuen Wohnortes einsehen werden.
"Wenn meine Eltern erst mal aus ihrem Wahn erwachen, dass es eine gute Idee war, hierher zu ziehen, geht´s zurück in die Zivilisation- wo es Geschäfte, Bürgersteige und Straßen mit weißen Mittelstreifen gibt.!"(S.12).
Aber dazu kommt es nicht. Oz beginnt, sich Streiche auszudenken, die ihm bei seinen neuen Klassenkameraden Anerkennung bringen sollen. Aber auch das klappt nicht. Hinzu kommt, dass seine 17-jährige Schwester ungewollt schwanger wird. Das bringt die Familie in neue Schwierigkeiten, es geht um Schwangerschaftsabbruch, die Beziehung zu dem Kindsvater, um das soziale Umfeld der Schwester und vieles andere mehr. Bei all dem baut Oz ein ganz besonderes Verhältnis zu dem ungeborenen Kind auf, das er nunmehr als stillen Gesprächspartner wählt, dem er seine Sorgen, Gefühle und Erwartungen mitteilt. Der Leser fragt sich wohl bald, ob dieser geheimnisvolle Gonzo das Kind ist, auf dessen Geburt Oz wartet (s.Titel). Bis zum Schluss bleibt das offen.
Oz erzählt seine Geschichte in 40 Kapiteln. Es ist die besondere poetische Idee des Autors, neben den Überschriften jedem Kapitel ein besonders auffälliges Zitat aus dem jeweiligen Text voranzustellen. Das Problem von Oz ist, dass er stets das Gute will, aber immer neue Katastrophen provoziert. In seinen Briefen an G übt er sich in Rechtfertigungen für sein Verhalten, dabei ist er durchaus auch selbstkritisch.
Auffällig ist die gelungene sprachkünstlerische Gestaltung der Dialoge.

Das Buch lässt sich gut lesen, mit der Einschränkung, dass es mit zu vielen Ereignissen, Episoden und Figuren überfrachtet erscheint.
Insgesamt ist "Warten auf Gonzo" eine vergnügliche Freizeitlektüre für Leser jeden Alters, also durchaus empfehlenswert.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von schl; Landesstelle: 22 Sachsen.
Veröffentlich am 08.01.2018

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