Wanda
- Autor*in
- Scheffel, Annika
- ISBN
- 978-3-522-18689-6
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 368
- Verlag
- Thienemann
- Gattung
- Buch (gebunden)Erzählung/Roman
- Ort
- Stuttgart/Wien
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 12-13 Jahre14-15 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüre
- Preis
- 15,00 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Abgehauen. Wanda ist abgehauen und hat einen Unterschlupf in der großen Stadt gefunden. Und Menschen, die sie unterstützen und denen auch sie helfen kann. Und gemeinsam beginnen sie, etwas in ihrem Umfeld zu bewegen und eine Kraft auszustrahlen, von der sie bisher selbst nichts wussten.
Beurteilungstext
Für die 13- jährige Wanda ist es wieder ein Tiefschlag. Die neuen Pflegeeltern wollen sie doch nicht bei sich behalten. Ehe sie abgeholt und wieder ins Kinderheim gebracht werden kann, taucht das Mädchen in der Stadt unter. Schnell tauchen helfende Hände auf. Andere Gestrandete sind aufmerksam und unterstützen mit Lebensmitteln, Decken und persönlicher Nähe.
Im ersten Teil dieses Kinderromans wird auf realistische Weise deutlich, wie es Menschen am Rande der Gesellschaft geht, wie schwer ein Zurechtkommen ohne Wohnung und Versorgung ist. Mit der Figur Wanda erhält die Leser*in Einblick in Leben und Wesen verschiedenster Persönlichkeiten. Da sind der Türsteher eines Hotels, dem übel mitgespielt wird, eine sehr alte Dame, die einen Garten retten will, ein Junge mit einem bedrückenden Geheimnis, ein Mädchen, das gern von anderen wahrgenommen werden möchte und eine Busfahrerin, die wunderbarer Weise auftaucht und den Weg weiß. Und da sind Tiere, die ebenso wie die Menschen durch die Stadt streunen und Streicheleinheiten brauchen.
Die Handlung nimmt besondere Fahrt auf, weil ein alter Bär aus dem Tierpark ausbricht. Die ganze Stadt gerät in Panik und die Menschen machen sich auf die Suche. Versprechen liegen in der Luft.
In Bezug auf den freiheitsuchenden Bären entwickelt sich ein deutliches Schwarz- Weiß- Verhalten der Figuren. Zum bekannten Freundeskreis treten böse Figuren in Kontrast. Das spitzt die Spannung wieder zu, die im Mittelteil der Geschichte etwas verloren ging. Soll man von märchenhaften Elementen sprechen? Neben einiger Action treten Reflexionen über die Wüsche und Bedürfnisse der Figuren wieder klarer in den Vordergrund. Was ist möglich, wenn die hochfliegenden Träume nicht in Erfüllung gehen können? Kann man Niederlagen trotzen? Was ist für die Selbstbestätigung wichtig? So bleibt in der äußeren sehr bewegten Handlung die innere Handlung immer bedeutsam und der Kern der Aussage. Wanda findet sehr viel Stärkendes auf ihrer Odyssee.