Und dann kamen die Monster
- Autor*in
- van Staaten, Harmen
- ISBN
- 978-3-7725-2946-7
- Übersetzer*in
- Erdorf, Rolf
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- van Staaten, Harmen
- Seitenanzahl
- 103
- Verlag
- Freies Geistesleben
- Gattung
- –
- Ort
- Stuttgart
- Jahr
- 2019
- Lesealter
- 8-9 Jahre10-11 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- Bücherei
- Preis
- 14,00 €
- Bewertung
Teaser
Jesse ist sich sicher: Unter seinem Bett lebt ein Monster! Und auf dem Schrottplatz seines Vaters leben noch viel mehr von ihnen! Sie haben große Angst vor den Dreschern, die sie vernichten wollen. Nun liegt es ausgerechnet an Jesse, den Monstern zu helfen.
Beurteilungstext
Als Jesse auf das kleine Monster Gribb trifft, ist nicht klar, wer von beiden mehr Angst vor dem anderen hat. Denn Gribb denkt, Jesse und sein Vater sind eigentlich getarnte gefürchtete Drescher, die die Monster auf dem Schrottplatz verschnipsen wollen. Nachdem sich das Missverständnis aufgeklärt hat, stellen sie fest, dass sie einen gemeinsamen Feind zu haben scheinen, denn die Nachbarn des Schrottplatzes machen Jesse und seinem Vater das Leben schwer und nun scheinen sie sich auch noch als die gefürchteten Drescher herauszustellen, die die friedlichen Monster auf dem Schrottplatz vernichten wollen. Ausgerechnet Jesse, der immer so ängstlich ist, hat eine Idee, wie er den Dreschern eine Falle stellen und die Monster und den Schrottplatz retten kann.
Der Niederländer Harmen van Straaten hat mit "Und dann kamen die Monster" eine herrlich witzige und spannende Geschichte über Ängste, Anderssein, Zusammenhalt und Freundschaft geschrieben. In 18 kurzen Kapiteln erzählt er anschaulich und mit viel Humor nicht nur eine Geschichte über eine beginnende Freundschaft und über den Abbau von Vorurteilen, sondern auch über den Mut, über sich hinauszuwachsen und die Feststellung, dass man gemeinsam, so unterschiedlich man auch ist, stark ist. Besonders gelungen sind dabei die ersten Kapitel, in denen abwechselnd aus der Perspektive des Protagonisten und des Monsters erzählt wird und der Leser/die Leserin auf diese Weise feststellt, dass nicht nur Kinder Angst vor Monstern haben, sondern sich diese ebenso sehr vor Kindern fürchten. Das erste Aufeinandertreffen der beiden ist aufgrund der Annahme, dass der jeweils andere einen vernichten möchte, voller lustiger Missverständnisse, die das Lesen zu einem Genuss machen. Die zarten, schwarz-weißen Illustrationen des Autors selbst, die sich auf jeder Seite mal sehr groß, mal bloß als Randnotiz finden bilden die Geschehnisse ebenso humorvoll wie der Text ab, sodass der Leser/die Leserin auch darüber schmunzeln muss.
Eine großartige Geschichte, die in ihrer Knappheit unprätentiös so viele Themen (Tod der Mutter, alleinerziehender Vater, Angst, Anderssein, Freundschaft, Mut, Gut gegen Böse) ohne moralischen Zeigefinger, dafür mit einer großen Portion Humor vereint! Ohne Einschränkung empfehlenswert für junge Leser*innen ab 8 Jahren. Aufgrund der Kürze der Kapitel und der vielen Illustrationen eignet sich dieses Buch sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen für fortgeschrittene Leseanfänger*innen.