Tote Maus für Papas Leben

Autor*in
Hof, Marjolijn
ISBN
978-3-8270-5323-7
Übersetzer*in
Blatnik, Meike
Ori. Sprache
Niederländisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
104
Verlag
bloomsbury
Gattung
Ort
Berlin
Jahr
2008
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Kikis Vater arbeitet als Arzt in Kriegs- und Katastrophengebieten. Er will helfen, begibt sich aber damit oft in große Gefahr. Und die Mutter, die Oma und natürlich Kiki leben in Angst um ihn.

Beurteilungstext

Kikis Familie muss mit einer großen Gefährdung leben. Als der Vater in einem Hilfseinsatz vermisst wird, spitzt sich die Situation, mit der sie bisher leidlich gut leben konnten, sehr zu. Die Angst ergreift von den Familienmitgliedern Besitz. Das schmale Büchlein lässt den Leser erleben, wie Mutter, Großmutter und vor allem das Mädchen selbst diese Situation erleben und ihre Angst gemeinsam bewältigen.
Die Autorin beschreibt eine sehr realistische Familiensituation, mit der sich junge Leser gut identifizieren können. Ganz normale Leute erfahren etwas, das für unser Leben in Europa sehr unnormal ist, was man nur aus den Nachrichten kennt. Die scheinbar ferne Welt der Bomben, Bedrohungen und der Minen bricht in eine Familie ein, die uns ganz nahe steht. Und damit rückt diese ferne Welt fühlbar nahe. Dabei wird den jungen Lesern nicht die gesamte Fülle der Welt- Kriegs- Problematik aufgebürdet. Papas Leben steht im Mittelpunkt und die weitere Problematik erschließt sich dem Leser je nach eigener Erfahrung mehr oder weniger. Und so bleibt die Darstellung konkret und fassbar und so natürlich auch fühlbar.
Das Mädchen baut sich, um die Situation zu bewältigen, ein eigenes Konstrukt auf: Die Wahrscheinlichkeit, dass dem Vater etwas Schlimmes zustößt, ist gering, sagt die Mutter. Nur sehr wenigen aller Väter passiert so etwas. Damit nur sehr wenigen aller Kinder. Und um die Wahrscheinlichkeit noch geringer zu machen, denkt sich Kiki etwas recht Kompliziertes aus. Und ist vollauf damit beschäftigt, sich selbst zu bezwingen. Eigene Kraft und auch die Hilfsagebote Außenstehender helfen, die Situation durchzustehen. Und der Leser erlebt einen realistischen Ausgang.
Die Geschichte nimmt den Leser mit Verstand und Gefühl in Anspruch, ist schon für junge Leser fassbar und bleibt auch für ältere voller Spannung.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von T-Jt.
Veröffentlich am 01.01.2010

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