Tomte und der Fuchs
- Autor*in
- Lindgren, Astrid
- ISBN
- 978-3-7891-0854-9
- Übersetzer*in
- Hacht, Silke von
- Ori. Sprache
- Schwedisch
- Illustrator*in
- Eriksson, Eva
- Seitenanzahl
- 25
- Verlag
- Oetinger
- Gattung
- BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
- Ort
- Hamburg
- Jahr
- 2017
- Preis
- 0,00 €
- Bewertung
Teaser
Es ist Weihnachten und der Fuchs schleicht hungrig auf den Bauernhof. Der Wichtel Tomte beschützt die Hühner und hilft dem Fuchs.
Eine alte Weihnachtsgeschichte von familiärer Freude und Hilfe für Bedürftige. Vom Ausgleich, der Frieden schafft.
Beurteilungstext
Eva Eriksson fängt auf sehr schöne Weise die Stimmung der Geschichte ein. Wir sehen idyllischen aber sehr kalten Winter. Wir erleben mit dem Fuchs einen strahlenden Sternenhimmel und verstehen, dass jemand unter diesem Himmel aber außerhalb der Gemeinschaft allein sein kann. Wir sehen die Wärme im und um das Haus der Menschen und lesen sie als selbstverständliche Geborgenheit. Und schon haben wir Mitgefühl mit dem Fuchs, der in den Hof eindringt und durch die Ställe schleicht. Und wenn die Spannung ganz groß ist, die Hühner ängstlich gespannt oben auf den Stangen sitzen und der Fuchs in der Bewegung verharrt, kommt der Wichtel Tomte ins Spiel. Belehrend steht er dem Fuchs gegenüber und löst das Problem.
Aber eigentlich schaffen die Kinder die Möglichkeit, den drohenden Konflikt zu klären. Sie stellen wie jeden Tag eine Schüssel Grütze vor die Tür. Das ist Tradition. Und die Tradition hilft, das Gleichgewicht zu bewahren, auch wenn- wie so oft im Leben- etwas ins Wanken gerät. Ehe eine Zuspitzung erfolgt, erfolgt ein Ausgleich. Ganz selbstverständlich, ohne Diskussion, ohne Abwägung, einfach menschlich.
Es spielt für die Geschichte keine Rolle, dass der Fleischfresser Fuchs mit Grütze nicht satt zu bekommen ist. Es spielt keine Rolle, dass die Menschen vor dem fröhlichen Spiel unterm Tannenbaum vielleicht Gänsebraten verspeist haben. Diese Problematik wird nicht eröffnet. Und trotzdem ist die Geschichte nicht nur romantisch sondern hat uns einiges zu erzählen, indem sie ein Gefühl von Ausgleich vermittelt und vom Glauben daran, dass wir zu diesem Ausgleich immer beitragen können. Ohne Prinzipien und ohne Rechthaberei.