The Crown's Game

Autor*in
Skye, Evelyn
ISBN
978-3-407-74948-2
Übersetzer*in
Levin, Friederike
Ori. Sprache
Amerikanisch
Illustrator*in
17, 95
Seitenanzahl
464
Verlag
Gulliver
Gattung
Buch (gebunden)Fantastik
Ort
Weinheim
Jahr
1918
Lesealter
14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
17,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Russland, 1835: Eine junge Magierin und ein junger Magier treten in einen tödlichen Wettstreit darüber, wer der neue Magier des Zaren wird. Dass der Zarewitsch der Freund des Jungen ist und noch eine Portion Liebe dazu kommt, macht es nicht leichter, einen Sieger zu finden.

Beurteilungstext

The Crown‘s Game ist ein spannender, historisch-fantastischer Roman. Aber vorab: So gelungen die Wahl Russlands als Schauplatz ist, so dämlich-aufdringlich ist es, in der deutschen Übersetzung aus Gründen des Marketings den englischen Titel zu belassen: Den hätte man angesichts des Handlungsorts ebenso gut eindeutschen können. Im Übrigen: eine russische Bauernkate als Cottage zu bezeichnen, ist auch überflüssig. Hier sollte bei einer Neuauflage nachgearbeitet werden. Lustig hat hingegen der Fehlerteufel auf Seite 242 zugeschlagen: „Vika erstarrte, zog aber die Wundwinkel krampfhaft nach oben.“ Dieses Lächeln war nicht bezaubernd…
Freilich bedient sich die us-amerikanische Autorin Evelyn Skye bekannter Motive: Magie, Freundschaft, Liebe, Intrigen. Aber es gelingt der Liebhaberin russischer Literatur, sie neu und spannend zu verbinden, so dass sich eine bis zum überraschenden Ende spannende Handlung ergibt. Die Hauptfiguren sind die 16-jährige Vika, die von ihrem Vater Sergej auf einer Insel fern des Zarenhofes zu einer Magierin ausgebildet wird, und der 18-jährige Nikolai. Dieser wird von seiner Mentorin Galina, Sergejs Schwester, wie sich später zeigt, in St. Petersburg in die magischen Künste eingewiesen. Beide Figuren gehen davon aus, der/ die Auserwählte zu sein, später die Position des russischen Magiers zu bekleiden, und keiner ahnt, dass es ausnahmsweise einmal zwei Magiebegabte gibt. Die dritte Hauptfigur ist der gleichaltrige abenteuerlustige Zarensohn Pawel.
Zar Alexander sucht, unter anderem auf Anraten seiner Tochter Juliana, wegen der angespannten Lage in seinem riesigen Reich nach einem Magier, wie es früher immer einen bei Hofe gab – den einzigen im ganzen Reich. Da es nun aber zwei potentielle Kandidaten gibt, ruft er sie zum „Spiel“ auf, einem magischen Duell, in dem der Unterlegene in Flammen aufgehen und der Sieger zum Magier Russlands aufsteigen. So kommt es, dass die beiden aufeinander treffen. Der Zarewitsch Pawel weiß nichts von den magischen Eigenschaften seines Freundes Nikolai, aber verliebt sich unwissentlich in Vika. Damit sind die Konflikte vorprogrammiert, die Stoff für eine spannende Handlung bieten. In gelungener Weise verwebt Skye die Handlungen miteinander inklusive Wechseln in der personalen Erzählweise. Dazu kommt, dass sie die magischen Fähigkeiten der beiden Figuren fasst bis ins Unermessliche reichen lässt und mit der aus dem Grab in der kasachischen Steppe auferstandenen Mutter Nikolais noch ein bisschen Horror einbringt. Und es sieht nicht mit dem klaren Ende nicht so aus, als würden noch Teile folgen. Auch schön, mal keine Trilogie o.ä. vorgelegt zu bekommen.

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Diese Rezension wurde verfasst von 39; Landesstelle: 19 Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 07.11.2018

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