Spuren im Schnee

Autor*in
Harel, Maike
ISBN
978-3-219-12020-2
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Maier, Josefine
Seitenanzahl
40
Verlag
Annette Betz
Gattung
BilderbuchLyrik
Ort
Berlin
Jahr
2024
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiFreizeitlektüreVorlesen
Preis
16,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Es ist Winter und der frisch gefallene Schnee lädt zu einer kleinen Spurensuche ein, denn es scheinen einige Tiere unterwegs gewesen zu sein. Das kleine Mädchen folgt ihnen und fragt sich, welche Tiere sie wohl antreffen wird.

Beurteilungstext

Das Vorsatzblatt stimmt mit einer in dunklen Blautönen gehaltenen Schneelandschaft auf die Geschichte ein. Zwischen fallenden Schneeflocken sind vereinzelte Häuser am rechten Rand der Doppelseite zu sehen. Der Blick wird auf diese Weise von links nach rechts geführt und die Häuser strahlen ein warmes und einladendes Licht aus.

Wird dann zum Titelblatt weitergeblättert, sieht es so aus, als seien ganz unterschiedliche Tiere über das Blatt gelaufen, denn ihre Fußabdrücke schlängeln sich über die Seiten hinweg. Damit wird zu ersten gemeinsamen Überlegungen über die Tiere, die vielleicht vorkommen können, angeregt.

Der Text von Maike Harel ist sehr kurz in Reimform gehalten und lässt kleine Leerstellen. So beschreibt der Text auf der ersten Seite den Wintertag und das Mädchen geht parallel dazu aus dem Haus in Richtung Wald. Knieend auf dem Boden fragt sie sich: „Was ist das?“ und betrachtet die Fußspuren von Tieren, die bereits auf dem Titelblatt bestaunt werden konnten.
Empfohlen wird das Buch ab 3 Jahren, wobei teilweise noch recht viele und schwierige Adjektive verwendet werden. Doch die Reimstruktur lädt dazu ein, genau auf die sich reimenden Wörter zu achten und die phonologische Bewusstheit zu fördern.

Auf den darauffolgenden Seiten wird das Mädchen während seines Spaziergangs begleitet und der Text beschreibt reimend die Eigenheiten der Tiere. Besonders gelungen ist das Ende, denn der Schnee lädt das Mädchen dazu ein einen Schneeengel zu machen. Schließlich versammeln sich die Tiere um den Engel-Abdruck, den das Mädchen hinterlassen hat, und fragen sich genau wie das Mädchen zu Beginn: „Oh, was ist das?“ Die Geschichte schließt mit dem Reim, mit dem sie begonnen wurde, nur „ist“ es heute nicht schön und mächtig kalt, sondern es „war“ schön und mächtig kalt. Zuletzt kann mit dem Spurenindex noch einmal genau nachvollzogen und gerätselt werden, welche Fußspuren zu welchem Tier gehören.

Insgesamt ist das Buch von der Spurensuche eine wunderbare Geschichte für Kinder, die Interesse an Tieren haben. Die Farben des Buches greifen die eher graue und karge Winterzeit auf, indem die Illustratorin Josefine Maier sehr dunkel gehaltene Farbtöne verwendet, und doch strahlt es mit den Akzenten von Sonneneinfällen eine sehr gemütliche Atmosphäre aus. Jedem Tier ist zudem eine Doppelseite gewidmet, die dazu einladen den Blick schweifen zu lassen. Das Mädchen ist ebenfalls immer in einer beobachtenden Position zu finden und sticht mit ihrem roten Mantel ins Auge. So lädt das Betrachten der Bilder dazu ein, gemeinsam einen Tee zu trinken und es sich gemütlich zu machen.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Laura Schön; Landesstelle: Hessen.
Veröffentlicht am 20.01.2026

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