Sohn des Meeres

Autor*in
Morosinotto, Davide
ISBN
978-3-522-20302-9
Übersetzer*in
Panzacchi, Cornelia
Ori. Sprache
Italienisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
368
Verlag
Thienemann
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Stuttgart/Wien
Jahr
2024
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiFreizeitlektüreKlassenlektüre
Preis
18,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Eine Geschichte im ausklingenden römischen Reich an der Schwelle zum Mittelalter – von Krieg, Flucht, Liebe und neuer Hoffnung.

Beurteilungstext

Pietro ist vierzehn und arbeitet als Schweinehirt für den Senator der römischen Stadt Ateste. Als die Hunnen das Land überfallen, wird er plötzlich Soldat und sein Leben wird auf den Kopf gestellt. So trifft er nicht nur den gefürchteten Attila, der seinen Mut respektiert, er freundet sich auch mit Justina an, der Tochter des Senators, die von zuhause fortläuft, und dann muss er sich in der Schlacht bewähren, was ihm fast das Leben kostet. Doch dank seiner Freunde und weil er mehr und mehr in der Lage ist, die neue Situation zu verstehen und sich darauf einzustellen, kann er sein Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen. So wird aus dem armen Schweinehirten schließlich ein aufstrebender Kaufmann, der im sich gerade bildenden Venedig eine besondere Rolle einnehmen wird.
Pietro hat ein Geheimnis – sein wirklicher Vater ist nicht der Schweinhirt Valdo, sondern ein unbekannter Barbar vom Meer. Von ihm ist ihm nur eine halbe Münze geblieben, die Pietro von seiner Mutter erhalten hat und die er hütet wie seinen Augapfel. Weiterhin ist Pietro oft still und er hat Mühe, viel zu sprechen. So macht er viele Dinge mit sich aus und überrascht seine Umgebung mit seinen Ideen, wenn er sie in die Tat umsetzt.
Davide Morosinotto fasziniert diesmal mit einem Roman über seine Heimat Norditalien, die allerdings im fünften Jahrhundert in einer Umbruchszeit gezeigt wird. Mit seinem Protagonisten wählt er jemanden aus, der in der Lage ist, die großen Transformationen mitzugehen und dabei neue Perspektiven zu eröffnen und dennoch universellen Werten treu zu bleiben. Morosinotto schafft es, die kulturhistorischen und gesellschaftspolitischen Fragen seines Buches so zu reduzieren, dass die Geschichte nicht an Spannung verliert, und seinen Lesenden dennoch viele Hinweise und Informationen zur Zeit der Handlung und zum historischen Kontext mitzugeben. Dazu trägt auch das sehr lesenswerte Nachwort bei.
Insgesamt ist die Geschichte spannend und rasant – auch deshalb, weil wir beim Lesen dicht auf Pietro fokalisiert seine Erfahrungen und Erkenntnisse miterleben. Wie so oft verbinden sich in der Figur des Pietro viele Erfahrungen und Biografien, was ihr sicherlich Authentizität nimmt. Aber es findet sich darin eine Verdichtung, die das Thema des Buches bereits jungen Lesenden zugänglich und nachvollziehbar macht. Das ist sehr gut gelungen und nachdrücklich zu empfehlen!

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Michael Ritter; Landesstelle: Sachsen-Anhalt.
Veröffentlicht am 16.09.2025

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