Seidenhaar

Autor*in
Çelik, Aygen-Sibel
ISBN
978-3-8000-5288-2
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
144
Verlag
Ueberreuter
Gattung
Ort
Wien
Jahr
2007
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Canan und Sinem sind zwei junge Türkinnen aus Frankfurt. Während Canan sich mit der islamischen Religion beschäftigt, hat Sinem bisher wenig über den Islam nachgedacht. Erst die deutschlandweite Kopftuchdebatte lässt die Meinungsverschiedenheiten der beiden aufeinanderprallen. Als Canan daraufhin verschwunden ist, sucht Sinem nach ihr und lernt dabei viel über den Islam, die Kopftuchfrage und vor allem die veränderte Sichtweise der anderen auf die Kopftuchträgerinnen.

Beurteilungstext

Das Buch ist spannend, interessant und lehrreich zugleich. Für Leser, die sich bisher wenig mit den in Deutschland lebenden Türken beschäftigt haben, birgt die Erzählung ganz neue Einblicke, greift Vorurteile auf und verarbeitet sie in den Gedanken und Handlungen der Hauptpersonen Sinem und Canan. So lebt Sinem trotz islamischer Wurzeln ein den deutschen Lebensverhältnissen angepasstes Leben. Sie kleidet sich modern, ist emanzipiert, kennt den Koran kaum, betet selten. Das Tragen eines Kopftuches ist weder für sie noch für ihre Familie von Bedeutung. Erst die deutschlandweite Diskussion um das Kopftuchverbot lässt Sinem im Unterricht scharf gegen das Tragen eines Kopftuches eintreten. Damit trifft sie hart auf die Meinung der türkischen Mitschülerin Canan, die sich für das Kopftuch entschieden hat und die Koranschule besucht. Als Canan am Tag nach der Diskussion verschwunden ist, fühlt sich Sinem verantwortlich. Sie macht sich auf die Suche nach ihr und dabei gerät sie auf die Spuren ihrer Religion. Der Leser erfährt gemeinsam mit Sinem, welche Gründe es für islamische Mädchen geben kann, das Kopftuch zu tragen, das überrascht und räumt mit Vorurteilen auf. Der Erzählstil ist frisch und gut verständlich, andererseits gefühlvoll und einfühlsam. Dadurch und weil die Erzählung eine hervorragende Diskussionsgrundlage bietet, ist das Buch auch als Klassenlektüre und für die Jugendarbeit sehr gut geeignet.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von T-IR.
Veröffentlich am 01.01.2010

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