Schwanengrab

Autor*in
Schwarz, Petra
ISBN
978-3-423-71539-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
303
Verlag
dtv
Gattung
Krimi
Ort
München
Jahr
2013
Lesealter
12-13 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
8,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Samantha, deutschen Ursprungs, zieht nach dem Unfalltod der Mutter mit ihrem Vater aus Kalifornien nach Trier. In der neuen Schule trifft sie massives Mobbing. Nach und nach stellt sich heraus, dass das nicht mit ihr, sondern mit einem kürzlich tödlich verunglückten Mädchen aus ihrer neuen Klasse zusammen hängt, der sie wie ein Zwilling gleicht. Mit Hilfe eines neuen Freundes, der sich bald auch verdächtig macht, kann sie das Rätsel lösen.

Beurteilungstext

Samantha ist ein quirrliges Mädchen, sie erzählt schnell und lebendig ihre Geschichte. Das Handy spielt eine wesentliche Rolle, vor allem, weil es, ebenso frisch aus den USA importiert wie sie selbst, nicht so recht funktionieren will. Petra Schwarz zieht alle Register des Spannungsaufbaus: Emotionale Sprache, Wetterunbilden, Dunkelheit tragen zur Spannung bei.
Die Auflösung ist etwas banal, aber nur etwas, denn der Leser wird kräftig auf falsche Fährten gezogen - praktisch jeder Beteiligte am Mobbing gegen Samanthas Vorgängerin wird nicht nur verdächtigt, an ihrem Tod irgendwie beteiligt zu sein, sondern auch gegen Samantha vorzugehen, ihr nachzuspionieren, sie mit Drohbriefen zu belästigen, sie zu bedrohen. Nur ihre erste Liebe, der hilfsbereite und hochbegabte Christoph ist mir zu klischeehaft als ""hässliches Entlein, das sich als schöner Schwan entpuppt"" gestaltet - aber das Thema ""Schwanensee"" ist zentral, und so erscheint selbst das als gerechtfertigt. Die Klasse führt Schwanensee als Theaterstück auf, die Premiere wurde durch den Tod des Mädchens verhindert, der zweiten Premiere mit Samantha als Schwan droht das gleiche Schicksal - Rolleneifersucht der Hauptdarstellerinnen, Selbstverliebtheit des Theaterlehrers und die allseits beschworene Verschwiegenheit lösen das Drama aus. Jeder hat Angst, zuviel zu erzählen, in alten Wunden zu wühlen und neues Unglück heraufzubeschwören. Da ist eine Samantha, die kein Blatt vor den Mund nimmt, ihn sich schon gar nicht verbieten lässt, einfach lästig. Und sie geht naiv mit allen Informationen um, tappt in jede Falle, die ihr gestellt wird und merkt das immer erst hinterher. Immerhin. Und so wird der kleine, überaus spannende Krimi auch noch lehrreich: Überlege dreimal, bevor du jemandem etwas über dich mitteilst, den du nicht genau kennst.
Schon ab 12 empfehlenswert.
cjh13.12

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Diese Rezension wurde verfasst von cjh.
Veröffentlich am 01.01.2010

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