Reise um die Erde in 80 Tagen

Autor*in
Verne, Jules
ISBN
978-3-7373-5444-8
Übersetzer*in
Kottmann, Manfred
Ori. Sprache
Französisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
335
Verlag
Fischer SauerländerMeyersDuden
Gattung
Ort
Frankfurt/Main
Jahr
2016
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
14,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Die moderne Neuübersetzung des Klassikers von Jules Verne bietet mehr als einen gewöhnlichen Reisebericht, nämlich eine spannende Abenteuergeschichte für Jung und Alt.

Beurteilungstext

In der "vollständigen, ungekürzten Ausgabe des Klassikers in moderner Neuübersetzung" ist die Geschichte die alte. Der englische Gentleman Phileas Fogg geht eine spektakuläre Wette mit seinen Club-Kameraden ein. Er will in 80 Tagen um die Erde reisen und setzt hierauf Vermögen und Ehre.
Mit seinem brandneuen Diener Passepartout besteigt er Schiffe, mit denen er Stürme auf hoher See übersteht, Züge, die von den Sioux überfallen werden und lässt sich sogar von Elefanten bei seinem Vorhaben unterstützen. Tapfer retten die Abenteurer gemeinsam eine junge Schönheit vom Scheiterhaufen und Mr. Fogg wird währenddessen polizeilich gesucht und verfolgt.
Man fiebert förmlich mit dem sehr engen Zeitplan der Reise.
Dabei führt die Expeidtion von London unter anderem über Paris, Bombay, Kalkutta und Singapur und lässt den Leser teilhaben an der Durchquerung des nordamerikanischen Kontinentes. Letzteres etwa mit der Eisenbahn und im Segelschlitten, um rechtzeitig in New York den Dampfer zurück nach Europa zu erreichen.
Unterwegs gibt es unter anderem einen kurzen Abriss der Geschichte der Mormonen und einen Ausflug in eine japanische Zirkusvorführung. Zahlreiche solcher Details machen die Erzählung spannend und gleichermaßen informativ. Der Leser gewinnt den Eindruck, einiges über die durchquerten Länder und ihre Kultur zu lernen.
Freilich gibt es auch zahlreiche fantastische Abschnitte, die die Erzählung reichlich kurios erscheinen lassen. Etwa die Brücke, die krachend in die Wildwasserschlucht unter sich stürzt, gleich nachdem sie der Zug mit Volldampf passiert hatte.
Doch nach Realitätsnähe wird auch an keiner Stelle gefragt.
Das überraschend glückliche Ende gönnt man dem Protagonisten und dessen Begleitern nach allem, was sie gemeinsam durchgestanden haben. Vor allem angesichts des technischen Standes der zur Verfügung gestandenen Fortbewegungsmittel und allen Hindernissen, die sich ihnen in den Weg stellten.
Ohne die Sprache des Originals zu kennen, ist es vermutlich die "moderne Neuübersetzung", die diese Ausgabe des Klassikers so leicht verständlich macht - sicher auch oder gerade für junge Leser. Wobei man sich eventuell etwas besser in die damalige Zeit versetzt fühlte, wenn mancher Ausdruck aus dem Ende des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben wäre. Ein Blick in den Originaltext würde mich nach dieser Version jedenfalls interessieren.

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Veröffentlicht am 12.12.2016

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