Piraten

Autor*in
Weber, Benedikt
ISBN
978-3-86429-236-1
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
135
Verlag
Tulipan
Gattung
Krimi
Ort
München
Jahr
2015
Lesealter
Einsatzmöglichkeiten
Preis
10,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Das Quartett der Schwarzen Pfote ermittelt wieder. Die Detektive Merlin, Charlie (Charlotte), Fips (der dickste Freund) und Hugo (die eiskalte Spürnase) sind dieses Mal auf Kreuzfahrt in den Lofoten und hoffen auf wilde Wikingerabenteuer. Dass moderne Piraten aber durchaus eine ernstzunehmende Gefahr sind, muss Fips leider sehr schnell feststellen.

Beurteilungstext

Alles beginnt ganz harmlos im Supermarkt. Merlin trifft beim Wochenendeinkauf auf seine beiden größten seine größten Feinde, die ihn wieder maßlos reizen. Aber der Versuch geht gründlich in die Hose. Und außerdem verpasst die Mutter des einen Missetäters durch dessen Schuld noch eine Überraschung, die nun Merlins Mutter zufällt: Die Familie gewinnt eine Kreuzfahrt für 6 Personen.
Man kann sich nur schwer enthalten, Gedanken von der Art: “Endlich kriegt so jemand mal, was er verdient” zu hegen. Nicht oft kann man so witzig miterleben, wie Mobbing postwendend und auch noch so gerecht bestraft wird. Das Leben ist leider nicht immer so gerecht und die Menschen nicht immer so verständnisvoll wie hier beschrieben. Aber es macht ungeheuren Spaß, darüber zu lesen.

Im Laufe der Geschichte bekommt man allerdings auch etwas Mitleid mit dem genannten Frederik Penkwitz, denn Merlin und seine Freunde lernen die Mutter näher kennen und nun erklärt sich vieles.
Merlins Eltern nehmen die besten Freunde ihres Sohnes mit auf die Kreuzfahrt und Hund Hugo wird im Rucksack an Bord geschmuggelt. Dort erleben die drei einiges Ungewöhnliche, denn wenn man nachts mit einem Hund auf einem siebenstöckigen "Dampfer" spazieren geht, sieht man einfach mehr. So kommen sie auch den Piraten auf die Spur und nur mit Hugos Hilfe und der des Smutjes Henner können sie dann Fips auch aus der größten Gefahr befreien.
Dass Piraten längst nicht mehr das romantische Klischee der Vergangenheit sind, sondern eine sehr moderne, sehr existente und weltweit reale Gefahr darstellen, die ebenfalls mit modernen Werkzeugen und Waffen hantieren, sehen die Kinder sehr schnell. Hier lässt sich z.B. im Unterreicht gut mit dem Thema Piraten arbeiten. Denn die Ursachen der Piraterie haben sich nicht sehr verändert. Oft sind es immer noch Armut, Verzweiflung oder die Ausnutzung von Notlagen durch Großkriminelle, die den Ausschlag geben.

Eine zügige und präzise Abwicklung des Falles ohne allzu lange Spannungsbögen und umständliche Beschreibungen sowie ein jugendlich frischer Ton sind genau der richtige Sprache für das Lesealter. Das exotische Flair der Kreuzfahrt gepaart mit der wissenschaftlichen Komponente von Charlies Ideen und den menschlichen Aspekten der Familie geben der spannenden Detektivgeschichte genau die richtige Stoffmischung für Leser im mittleren Schulalter.
Und die unverkennbare Handschrift von Zapf in den Illustrationen gibt dem Ganzen den passenden optischen Anstrich. Schwarz-weiß gezeichnete comicähnliche Figuren in sparsamen Momentaufnahmen, die dafür den Augenblick perfekt einfangen, sind frech, lustig und einfach genau richtig.
Hier können auch Jungen wieder Lust am Lesen entwickeln.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Wa.
Veröffentlich am 01.07.2016

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