Oskar und das große Schweineglück

Autor*in
Mueller, Dagmar H.
ISBN
978-3-570-13030-8
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Cordes, Miriam
Seitenanzahl
153
Verlag
cbj
Gattung
Ort
München
Jahr
2007
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
9,95 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Unheimlich viel Landschaft, findet Oskar, als sie in den Ferien nach Schweden kommen, und gefährlich viel Wasser. Da hätte man doch besser ins Schwimmbad zu Hause gehen können. Gottseidank versenkt Papa bald das Boot aus Versehen, und dann ist da Viehmarkt im Dorf, wo es rosarote lebende Schweinchen gibt ...

Beurteilungstext

Was für eine schöne Geschichte von Ferienglück! Ein Sommerurlaub, wie man ihn sich nicht schöner vorstellen kann, in der Wälder- und Seenlandschaft Schwedens. Dagmar H. Mueller hat die Atmosphäre dort ziemlich genau eingefangen, die endlose Natur mit den wenigen bunten Häusern (die allerdings eher rot als blau sind), die freundlichen unkomplizierten Menschen, die Tücken, die das Unbekannte zu bieten vermag. Natürlich spielt sie auch ein wenig mit den gängigen Klischees. Das ausgerechnet am Badesee ein Elch durch das Gehölz bricht und den Vater bedroht, ist doch eher ungewöhnlich, aber der Elch gehört eben zu den Vorstellungen und Sehnsüchten, die Deutsche (auch ich) mit Schweden verbinden - und wer keinen lebendigen trifft, der hält wenigstens vor dem Verkehrsschild an, das vor ihm warnt, und fotografiert es oder nimmt es gar mit. Die spinnen, die Deutschen, denkt sich so mancher Schweden ...
Aber auch erzählerisch macht sich der Elch natürlich in dieser unbekümmerten heiter erzählten Geschichte gut, denn wovor hätte das dem Vater so unwillkommene Schweinchen diesen sonst retten sollen und sich somit als vollwertiges neues Familienmitglied legitimieren können? Die Geschichte ist die ideale Ferienlektüre, denn sie trifft alle Bedürfnisse, die Kinder zwischen 8 und 10 haben: Freiheit und eine Landschaft und Natur, in der sie diese Freiheit ausleben können, gleichaltrige Freunde, mit denen sie auf Abenteuer gehen können, verständnisvolle Erwachsene, die zur Lösung etwaiger Probleme zur Verfügung stehen, und ein eigenes Tier zum Behalten.
Die Geschichte ist aus Oskars Perspektive, aber nicht in Ich-Form, erzählt, humorvoll, kommentierend, liebevoll-ironisch dem Vater gegenüber, der sich in allem als der Meister wähnt und dann doch meist der ist, der die Beinahe-Katastrophe heraufbeschwört und vor irgendetwas gerettet werden muss. Dagmar H. Mueller erzählt mit viel Sympathie für Kinder und Erwachsene, vermeidet jedes echte Problem, schafft aber eine Vielzahl von spannenden, abenteuerlichen Ereignissen, mit denen sich vor allem Jungen gern identifizieren werden.
Mit der Illustratorin hat der Verlag viel Glück gehabt, denn sie illustriert die Geschichte zurückhaltend, gibt in Farbe und Form die Bilder wieder, die der Text in Worten malt.
Ein Buch, das von Inhalt und der gesamten Optik her so recht geeignet ist, die Leselust zu fördern und zu befriedigen. Sehr empfehlenswert!

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Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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