Oben ohne
- Autor*in
- Nymphius, Jutta
- ISBN
- 978-3-86429-486-0
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 200
- Verlag
- Tulipan
- Gattung
- Buch (gebunden)Erzählung/Roman
- Ort
- München
- Jahr
- 2020
- Lesealter
- 12-13 Jahre14-15 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 13,00 €
- Bewertung
Teaser
Die dreizehnjährige Amelie erlebt die Höhen und Tiefen der Pubertät mit ihren Freunden. Der Jugendroman zeigt auf humorvolle Art und Weise die Persönlichkeitsentwicklung einer Heranwachsenden. Die Leserinnen und Leser können sie bei den ersten Schmetterlingen im Bauch, einer Krise zu Hause, neuen Freundschaften und vielem mehr begleiten.
Beurteilungstext
Die Protagonistin Amelie erzählt von typischen Erfahrungen, die Teenager in der Pubertät durchleben. Dabei kommen unter anderem die Themen Selbstfindung, Freundschaft, Verliebt sein und Nacktfotos zur Sprache. Der Titel und das Cover wirken dazu als Blickfang. Sie machen neugierig und geben einen Ausblick auf mehrere der im Buch angesprochenen Aspekte wie z.B. das Bild vom eigenen Körper, Selbstdarstellung und die Inszenierung im Internet.
Die Figuren sind normale Teenager, von denen besonders die Protagonistin auf der Suche nach sich selbst ist. Wie im echten Leben auch, verläuft die Entwicklung der Charaktere unterschiedlich schnell. Amelie ist schüchtern und noch unsicher. Ihre Freundin Kira hingegen hat eine sehr starke Persönlichkeit mit einem gefestigten Selbstvertrauen. Ihr Freund Niklas scheint noch ein halbes Kind zu sein. Die Jugendlichen gehen zusammen in eine Schule, aber das Geschehen spielt sich meist in ihrer Freizeit ab. Amelie erzählt aus ihrer Perspektive von ihren Treffen mit ihren Freunden und vom Familienleben. Der Handlungsverlauf ist chronologisch, nur einmal erzählt Amelie rückblickend, was sie gemacht hat.
Der Roman ist in kurze Kapitel unterteilt, die jeweils eine zum Inhalt passende Überschrift haben, die schon ein bisschen vorausahnen lässt, worum es gehen wird. Die Überschriften verraten nicht zu viel und machen neugierig weiter zu lesen. Die Umschlagillustration ist das einzige nennenswerte Aufmachungselement des Buches. Sie zeigt ein Mädchen, das sich ein Smartphone vor den nackten Oberkörper hält, auf dem der Titel steht.
Die Geschichte ist im Präteritum verfasst und die Sprache soll vermutlich Jugendsprache sein. Keine*r der Jugendlichen, die ich kenne, nutzt die selbe Ausdrucksweise wie Amelie und ihre Freunde. Sie ist verständlich für die antizipierte Leserschaft, war aber eher 2010 wirklich modern. Es werden immer wieder Themen genannt, die bei Jugendlichen thematisch einigermaßen aktuell sind und es werden auch ältere Jugendwörter verwendet (cool, superschick, Blake Lively, Bandeau).
Der Roman zeigt jugendlichen Leser*Innen, dass sie nicht die einzigen sind, die sich in der Pubertät zu allem vielfältige Gedanken machen. Meiner Meinung nach zeigt er ein sehr realistisches Bild des Aufwachsens und beschönigt nichts, was ich als sehr positiv erachte. Er ist als Grundlage für eine Unterrichtseinheit geeignet, in der nach der Lektüre noch mal detaillierter auf einzelne Themen eingegangen werden kann (z.B. Sicherheit im Internet oder Körperbilder). Das Buch ist auch für Jugendliche als Privatlektüre geeignet.