Monster Blood Tattoo: Der Findling

Autor*in
Cornish, D.M.
ISBN
Übersetzer*in
Pfleiderer, Reiner
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Cornish, D.M.
Seitenanzahl
415
Verlag
Hanser
Gattung
Fantastik
Ort
München
Jahr
2007
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
17,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Für Rosamund, den Waisenjungen mit dem irreführenden Namen, geht die behütete Zeit im Findelheim zu Ende. Er will sich einschiffen und zu den Laternenanzündern fahren, um eine Ausbildung zu beginnen. Doch er erwischt das falsche Schiff und gelangt in die Gegend, in der gefährliche Monster einsamen Wanderern auflauern. Zum Glück trifft er dabei die geheimnisvolle Monsterbekämpferin Lady Europa. Aber auf ihrem gemeinsamen Weg wachsen Rosamunds Zweifel, ob die Monster wirklich so schlimm sind.

Beurteilungstext

Die Erziehung des Findeljungen Rosamund in Madam Operas Waisenhaus ist vorbildlich: Er hat viel über die Seefahrt auf dem ätzenden Essigmeer und die gefährlichen Schlachten gelernt, die zu Land und zu Wasser gegen die Monster verschiedenster Arten geführt werden. Sein heimlicher Wunsch ist es, sich auch als Monsterbekämpfer zu beweisen, vielleicht sogar ein Monster Blood Tattoo zu bekommen, den Beweis, dass er ein Monster getötet hat. Doch stattdessen soll er eine Ausbildung zum Laternenanzünder beginnen. Enttäuscht macht er sich auf den Weg zum Hafen, wo er ein Schiff zu den Laternenanzündern nehmen muss. Aber er erwischt das falsche Schiff, gerät in die Hände eines fiesen Kapitäns mit schlimmer Schmuggelware an Bord und kann in letzter Sekunde fliehen. Auf dem Landweg wandert er durch ein Gebiet, in dem es vor Monstern nur so wimmelt. Dort begegnet er der ebenso schönen wie geheimnisvollen Lady Europa. Sie nimmt ihn in ihrer eleganten Kutsche mit. Dabei wird Rosamund Zeuge, wie Lady Europa ein Monster tötet und in einen Kampf auf Leben und Tod mit weiteren Monstern verwickelt wird. Er rettet sie, doch plötzlich kommen ihm Zweifel: Ist es überhaupt richtig, Monster zu töten? Seine Odyssee endet damit, dass er sich schweren Herzens von Lady Europa trennt, das Geheimnis seiner Abstammung noch nicht geklärt ist und er den Dienst bei den Laternenanzündern antritt.

"Der Findling" ist der erste Teil einer Trilogie eines im weitesten Sinne Entwicklungsromans, der auf dem Halb-Kontinent spielt, einer Fantasy-Welt, die der Autor C. M. Cornish bis ins kleinste Details erfunden hat. Die Sprache der handelnden Personen mutet ein wenig altmodisch an, aber mit jeder Seite erschließt sich einem der Zauber dieses ungewöhnlichen Kinder/Jugendbuches mehr. So gibt es sehr schöne schwarz-weiße Zeichnungen von den handelnden Personen neben Landkarten, Kalendern, chemischen Tabellen und Schlachtschiffen. Ein Glossar über viele Seiten schließt sich an die Romanhandlung an, das Namen, Berufe und Monstersorten u.v.m. beschreibt. Anstelle eines Prologs gibt es ein Interview mit dem Autor, der 28 Notizbücher mit Ideen zum Thema Halb-Kontinent gefüllt hat - für weitere Folgen dieser skurrilen, faszinierenden Serie.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von krä.
Veröffentlich am 01.01.2010

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