Mit aller Gewalt

Autor*in
Steenfatt, Margret
ISBN
978-3-499-21283-3
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
192
Verlag
Rowohlt
Gattung
Krimi
Ort
Reinbek
Jahr
2006
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
5,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Tessa, ein Mädchen mit hoher krimineller Energie, und Frederika, die sich um Tessas Freundschaft bemüht, stehlen und erpressen nicht nur, um an Geld zu kommen, sondern um den Kick zu erleben. Erst langsam merkt Frederika, worauf sie sich einließ und muss entdecken, dass Freundschaft und das, was sie erlebte, zwei sehr unterschiedliche Dinge sind. Ein interessantes Buch mit Merkmalen einer Kurzgeschichte.

Beurteilungstext

Warum Frederika keine anderen Freundinnen hat, erfährt die Leserin nicht. Sie lernte Tessa während einer Klassenfahrt kennen, fühlt sich angenommen, bewundert dieses selbstbewusste, coole, mutige Mädchen und liebt auch das Gefühl der Macht bei Diebstählen. Anders als Tessa stiehlt sie aber nicht um Geld zu haben, obwohl natürlich auch Shoppen fast ohne Limit seinen Reiz hat.
Anders als Tessa hat Frederika aber von Beginn an Skrupel. Erst spät - fast zu spät - merkt sie, dass ihre Bedenken Stärke zeigen und nicht das kriminelle Verhalten ihrer scheinbaren Freundin.
Beide Mädchen leiden keine materielle Armut, das Familienleben bei beiden Mädchen ist nicht bilderbuchmäßig, dies aber ist keine Erklärung für ihr Tun. Deutlich wird dies an der Figur von David, auch seine Familienverhältnisse sind schwierig, trotzdem verhält er sich komplett anders und hilft Frederika, wieder ein Leben zu führen, in dem sie sich wohlfühlt.
Das Buch schließt mit den Gerichtsurteilen über Tessa und Frederika.
Das Buch regt an darüber nachzudenken, was Freundschaft ausmacht, welche Rolle Geld im Leben spielt, wohin Eifersucht führen kann. Es zeigt, dass es wichtig ist, seinen eigenen moralischen Standpunkt zu finden und zu dem zu stehen, was man tut, denn nur so kann oft Schlimmeres verhindert werden.
Margret Steenfatt schreibt gut lesbar. Für LeserInnen, die mehr wollen enthält das Buch zwei Anregungen: Die Mädchen treffen sich unter Picassos “Taschenspieler” und im Kurs wird Kafkas “Die Verwandlung” gelesen. Dies führt zu Interpretationsansätzen auch bei Frederika, als sie über sich selbst nachdenkt.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Fee.
Veröffentlich am 01.01.2010

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