Mendel und die Antwort der Erbsen

Autor*in
Novelli, Luca
ISBN
978-3-401-06182-5
Übersetzer*in
Braun, Anne
Ori. Sprache
Italienisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
107
Verlag
Arena
Gattung
Biografie
Ort
Würzburg
Jahr
2009
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
7,95 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Das Buch behandelt Johann Gregor Mendels Lebensgeschichte von der frühen Kindheit an, über seine Lehr- und Forscherjahre bis hin zum Tod. Es spart natürlich seine bedeutende Erkenntnis der Mendel'schen Regeln nicht aus und erläutert außerdem in Form eines genetisches Wörterbuchs die wichtigen genetischen Begriffe.

Beurteilungstext

Dem Autor gelingt es durch seinen Ich-Erzähler, den Leser so anzusprechen, als erzählte Mendel seine Geschichte nur dem Leser persönlich, als wäre er ein guter Freund. Dies tut er auf eine so frische und natürliche Weise, dass es Spaß macht Mendels Leben zu verfolgen. Es stellt keine trockene Biografie dar, die es jedem Kind schwer machen würde, lange aufmerksam zu bleiben. Der Werdegang wirkt damit so interessant, dass man sofort erfahren will, wie es in seinem Leben weitergeht, welche Fortschritte er macht und zu welchen Forschungsergebnissen er gelangt.
Der Autor schreibt in kurzen Sätzen, mit einfachem Vokabular und so bildlich, dass alle Geschehnisse leicht verständlich und gut vorstellbar sind. Unterstützt wird die Geschichte durch zahlreiche witzige Illustrationen, die die Textpassagen auflockern. Einerseits verstärken diese das Verständnis, andererseits sorgen sie für mehr Spaß beim Lesen und fördern die Konzentration, da die Texte öfter unterbrochen und nicht so lang sind.
Am Ende jedes Kapitels ist ein kleiner Einschub. Dieser ist nicht direkt Teil von Mendels Geschichte. Die Zusätze beschreiben wichtige Menschen, Ereignisse und naturwissenschaftliche Theorien in Mendels Zeit. So bekommt der Leser eine Vorstellung vom damaligen Zeitgeist der Menschen und versteht damit besser, warum Mendels Leben gerade so verlief.
Das Wörterbuch am Ende ist auch in vielen Fällen sehr aufschlussreich. Gerade, wenn man im Laufe der Geschichte ein wichtiges Wort nicht ganz versteht, kann man sich eine genauere Erklärung dazu durchlesen. Allerdings tauchen auch viele Begriffe auf, die keinen Zusammenhang zu Buch haben. Ohne Verknüpfung zu einem bestimmten Inhalt sind viele Definitionen zwar richtig aber dennoch einem Kind ohne Vorkenntnisse nicht hilfreich.
Außerdem hätte der Autor die Mendel'schen Regeln doch etwas genauer erläutern können. Denn ich bin nicht sicher, ob ein junger Leser wirklich Hintergrund, Bedeutung und Durchführung der Regeln nach dem Lesen verstanden hat. Er weiß zwar, dass Mendel irgendetwas Wichtiges herausgefunden hat, kann aber nicht nachvollziehen, wie grundlegend diese Regeln eigentlich sind.
Zusammenfassend ist das Buch jedoch sehr empfehlenswert. Kinder werden an die Thematik der Genetik herangeführt und lernen den Begründer der Genforschung aus nächster Nähe kennen. Das Buch liest sich mit viel Spaß und sorgt nebenbei dafür, dass man zusätzlich eine Menge geschichtliche Ereignisse des 19. Jahrhunderts kennen lernt.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von T-IR.
Veröffentlich am 01.01.2010

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