Meine Medizin seid ihr! Gemeinsam sind wir stärker als der Krebs

Autor*in
Bierwirth, Marlene
ISBN
978-3-407-81284-1
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
291
Verlag
Beltz & Gelberg
Gattung
Taschenbuch
Ort
Weinheim
Jahr
2022
Lesealter
16-17 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Klassenlektüre
Preis
9,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Marlene steckt mitten in ihren Abiturprüfungen, als es ihr plötzlich immer schlechter geht. Nach einigen Arztbesuchen steht die Diagnose Krebs fest.
Marlene hat einen bösartigen Hirntumor und will es zuerst nicht wahrhaben. Doch dann entschließt sie sich, mit der Unterstützung ihrer Familie und ihrer Freunde, den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. Sie geht offen und ehrlich mit ihrer Krankheit um und lässt in einem Blog viele Menschen an ihrer Geschichte teilhaben.

Beurteilungstext

Das Buch ist für Jugendliche im Alter von 16-18 Jahren geeignet und sehr zu empfehlen.
Marlene Bierwirth erzählt in diesem Buch ihre eigene Geschichte und lässt den Leser daran teilhaben.
Die 18-jährige Marlene befindet sich mitten in ihren Abiturprüfungen und fühlt sich in letzter Zeit körperlich schlecht.
Sie hat keinen Appetit mehr und übergibt sich häufig. Außerdem hört und sieht sie plötzlich schlechter.
Ein Augenarzt stellt fest, dass die Nerven hinter ihren Augen angeschwollen sind, und überweist sie als Notfall an die Augenklinik.
Nach einem MRT teilt ihr ein Arzt mit, dass sie einen Tumor im Gehirn habe, der schnellstens operiert werden muss.
Marlene kann kaum glauben, was mit ihr passiert, ihre kleine heile Welt bricht auseinander.
Ihre Familie, ihr Freund und ihre Freundinnen stehen ihr bei und begleiten sie durch diese schwere Zeit.
Nach der Operation teilen ihr die Ärzte mit, dass der Tumor bösartig ist und ein großer Teil davon entfernt worden ist.
Marlene erfährt nun, dass sie eine Chemotherapie machen muss.
Sie kann es nicht glauben und ist außer sich und hat viele Fragen, was nun mit ihr passiert.
Auch ihre Eltern sind schockiert und können erstmal nichts sagen. Alle müssen sich an die neue Situation gewöhnen.
Marlenes Mutter hat ihre eigene Mutter an Krebs verloren und es kommen Ängste und Verzweiflung in ihr hoch, als sie von der Diagnose Krebs bei Marlene erfährt.
Marlene beschreibt in diesem Buch, wie ihr Leben mit der Diagnose Krebs weitergeht.
Die vielen Krankenhausaufenthalte und die Phasen, in denen sie wieder nach Hause kann, werden dem Leser detailliert beschrieben.
Sie erklärt den genauen Ablauf der Behandlung und wie es ihr in dieser Zeit geht.
Marlene erfährt in dieser Zeit besonders liebevolle Zuwendung von ihrer Familie, ihrem Freund Daniel und ihren Freundinnen.
Der Leser kann sich gut in ihre Ausnahmesituation hineinversetzten und nimmt selbst Anteil an Marlenes Geschichte.
Die Chemotherapie macht ihr große Angst und sie hat Angst davor ihre Haare zu verlieren.
Sie schneidet vorher ihre langen Haare selber ab. Als die Haare ausfallen, nimmt sie es besser an, als sie dachte, und freundet sich mit ihrer Glatze an.
Sie konzentriert sich auf die guten und positiven Dinge im Leben und auf die Chance gesund zu werden. Dabei hilft ihr, dass sie ihre Leute um sich hat und sich ablenken kann.
Marlene lädt ihr Foto mit Glatze bei Instagram hoch und sie bekommt von allen Seiten positive Resonanz darauf.
Durch eine Freundin angeregt, entschließt sie sich einen eigen Blog zu machen und von sich und ihrer Krankheit und den Therapien zu berichten. Sie ist erstaunt, dass ihr soviel Menschen folgen.
Am Ende ihrer Therapie wird sie von einer Mutter angesprochen, ob sie ihrer krebskranken Tochter Mut zureden könnte.
Marlene freut sich, dem Mädchen gut zuzusprechen und ihr die Angst zu nehmen.
Ein Filmteam macht eine Reportage über Marlenes Krankheit, nachdem sie das Krankenhaus verlässt und zur ambulanten Chemotherapie kommen muss.
Endlich bekommt sie die Nachricht, dass sie tumorfrei ist, sie ist überglücklich.
Zum Schluss bekommt sie eine Gürtelrose und muss wieder ins Krankenhaus, doch sie kommt nach einigen Tagen wieder raus.
Nach der letzten Chemotherapie hinterlässt sie auf der Station einen hellblauen Handabdruck von sich.
Marlene gibt in ihrem Buch Hoffnung und Zuversicht an alle Menschen, die an Krebs erkrankt sind.

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Diese Rezension wurde verfasst von PS; Landesstelle: 19 Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 06.06.2022