Maria, Josef und das Kind

Autor*in
Boese, Cornelia
ISBN
978-3-8369-5621-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Wolfsgruber, Linda
Seitenanzahl
48
Verlag
Gerstenberg
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)Sachliteratur
Ort
Hildesheim
Jahr
2018
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
14,00 €
Bewertung
empfehlenswert

Teaser

Die wohl bekannteste Geschichte der Welt wird hier neu erzählt in Bild und Reim. Die Lesenden begleiten Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem und bei allem, was dort geschieht.

Beurteilungstext

Cornelia Boese setzt die biblische Weihnachtsgeschichte des Neuen Testaments in einer einfachen Verserzählung um. Die Handlung beginnt bei der Empfängnisverkündung und setzt einen Schwerpunkt bei der schwierigen Beziehungssituation zwischen Maria und Josef; gerade Josefs Zweifel und Gottes Überzeugung werden prominent berichtet. Dann der Weg nach Bethlehem, die Geburt im Stall und die Ankunft der Hirten. Hier endet die Geschichte.
Erzählt wird in einfacher Sprache in Form kurzzeiliger Paarreime. Die Sprachform ist leichtfüßig und verspielt, und manchmal auch mit einem Augenzwinkern versehen. So bleibt die Geschichte auch eher beim beschaulichen Traditionsevent, erarbeitet sich weniger die menschlichen Abgründe oder die religiöse Tragweite. Dekorativ und gefällig wird in die Handlung eingeführt und über eine dichte Erzählung vermittelt.
In besonderer Weise sind auch die Bilder von Linda Wolfsgruber zu beschreiben. Auf weißem Grund wird die Handlung in durchscheinenden Wasserfarben gemalt. Auf weißen Grund füllen die Szenen und Objekte nur einen Teil der Bilder aus. Die Bilder sind konkret und in den Personen und manchen Objekten fein detailliert ausgearbeitet; mitunter aber auch mehrschichtig und vieldeutig, wenn Maria und Josef z.B. am oberen Rand des Nachtdunkels auf der Wanderung sind. Dabei werden auch ikonografische Darstellungen – zum Beispiel der Gottesmutter – verarbeitet. Die dekorativen Elemente der Szenen sind teils nur gerändert, teils flächig konkret ausgemalt. Die Farbflächen zeigen Pinselkonturen und damit eine starke Strukturierung. Die Farben sind gedeckte Töne, zur Geburt hin dominant königlich-golden schimmernde Gelb- und Brauntöne. So übernehmen auch die Bilder eine wesentliche Aussagefunktion, wenn in ihnen die Bedeutung des Ereignisses subtil betont wird.
Insgesamt liegt hier ein gefälliges Bilderbuch vor, durchaus zu empfehlen.

[Michael Ritter]

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von mr; Landesstelle: Sachsen-Anhalt.
Veröffentlicht am 23.11.2018

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