Malie. Jede Stimme ist wichtig

Autor*in
Percival, Tom
ISBN
978-3-948877-73-6
Übersetzer*in
Greifenberg, Svenja
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Jones, Richard
Seitenanzahl
40
Verlag
CalmeMara
Gattung
BilderbuchBuch (gebunden)
Ort
Bielefeld
Jahr
2025
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiKlassenlektüreVorlesen
Preis
22,00 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Der kleine Vogel Malie ist schüchtern und traut sich nicht zu singen. Doch als der Wald in Gefahr gerät, ist sein Mut gefragt.

Beurteilungstext

Malie heißt der kleine Vogel, doch das wissen die anderen Vögel gar nicht. Denn Malie ist schüchtern und er kann sich am Gesang der vielen Vögel nicht beteiligen – weil er sich nicht traut. Dafür fliegt er oft in die Höhe und an den Rand des Waldes. Dort entdeckt er eines Tages ein Ungetüm, das den Wald zerstört. Schnell fliegt er zurück und er findet den Mut, alle Tiere von der Gefahr zu unterrichten. Und nicht nur das, in der Gefahr hat er auch die zündende Idee, wie die Tiere sich friedlich zur Wehr setzen können. Und zusammen bringen sie das Ungetüm – den Harvester der Menschen – zum Stehen und sogar zur Umkehr. Das alles schafft Malie mit seiner Stimme, die von nun an allen Tieren bekannt ist.

Die Geschichte wird in dichter Fokalisierung auf Malie erzählt, wobei die Grenze zur internen Fokalisierung und zur erlebten Rede immer wieder flexibel überschritten wird. Eindringlich und mit Gefühlen aufgeladen wird die Geschichte erzählt, in der Malie über sich hinauswächst. Den Text begleiten Collagen aus geschabten und gedruckten Materialien, die der Geschichte eine intensive Struktur geben. In verschiedenen Perspektiven wird die Handlung auch zugespitzt, und gerade die besonderen Sichtweisen, aber auch das Erleben der kleinen Tiere in Konfrontation mit der großen Maschine werden so eindrücklich in Szene gesetzt. Allerdings bleibt der Text an verschiedenen Stellen hölzern und auch den Bildern gelingt keine intensive Verbindung mit dem Text zu einer Einheit. Schließlich ist die Geschichte sehr stark pädagogisch aufgeladen und in einer Form idealisiert erzählt, die die Handlung wenig authentisch wirken lässt. Das tut der Glaubwürdigkeit leider einigen Abbruch. Daher nur eingeschränkt zu empfehlen!

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von Michael Ritter; Landesstelle: Sachsen-Anhalt.
Veröffentlicht am 23.06.2025

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