Maja im Weihnachtschaos. Ein Adventskrimi in 24 Kapiteln

Autor*in
Singer, Claire
ISBN
978-3-7607-6681-2
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Seitenanzahl
250
Verlag
arsEdition
Gattung
Krimi
Ort
München
Jahr
2012
Lesealter
10-11 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
9,99 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Auch heuer hilft Maja ihrer Mam, der Mandel-Maria, auf dem Künstlerweihnachtsmarkt. Nur, diesmal ist es total chaotisch. Mam ist hochschwanger, Freund Jan weg und ein verdächtig-fieser Weihnachtsmann terrorisiert das Marktvölkchen. Am 6. Dezember liegt er dann tot in der Streuguttonne und der Krimi beginnt. Ein komischer Kommissar schnüffelt herum, Polizei rückt an und Maja soll spionieren. Schließlich endet der Krimi wie jeder gute Krimi und diesmal sogar mit einem Christkind.

Beurteilungstext

Dies ist eine Weihnachtsgeschichte der besonderen Art, meint der Verlag. Stimmt. Darüber allerdings, dass es sich um einen Adventskrimi handelt, kann man geteilter Meinung sein. Immerhin sind alle Zutaten für eine modern geschriebene Weihnachtsgeschichte vorhanden. Zuerst einmal das profanisierte ""hochheilige Paar"", repräsentiert von der hochschwangeren Mandel-Maria, Majas Mam, deren Freund sich verdünnisiert hat, und dem verwitweten Filz-Josef. Und pünktlich, im letzten Kapitel am 24. Dezember, kommt dann auch in seinem Standl das ""Christkind"" zur Welt. Nein, diesmal kein kleiner Junge, sondern das kleine Mädchen Luna. Den Frieden auf Erden verbreitet das Künstlervölkchen. Fast alle Alt-Hippie wie Majas Mam oder sympathische Aussteiger. Sie verkaufen traditionelles Kunsthandwerk wie Strohsterne, mundgeblasene Figürchen oder handgefertigte Seifen und wissen detailliert über ihre Produkte Bescheid. Belehrend für die Protagonistin Maja und natürlich auch für den Leser bzw. de Leserin, denn dieses Buch ist ein echtes Mädchenbuch. Es sind 24 Standlmänner und -frauen, wie es sich für einen Adventskalender gehört. Übrigens aus ganz unterschiedlichen Regionen. Das hört man an den unterschiedlichen Dialekten bzw. Akzenten. Deshalb sollten die einzelnen Kapitel eigentlich vorgelesen werden, und zwar von jemandem, der sich mit Dialekten auskennt. Nun, dieses liebenswürdige Völkchen trägt mit seinem solidarischen Verhalten wesentlich zur weihnachtlichen Atmosphäre des Künstlermarktes bei. Aber weil es sich ja nun um einen Krimi handelt, wird dieses friedvolle Ambiente durch den mysteriösen Tod eines angeheuerten Weihnachtsmanns gestört. Der hatte sich bereits vor der Eröffnung des Markts bei allen durch sein rechthaberisches und arrogantes Verhalten unbeliebt gemacht, und so richtig Mitleid hat deshalb eigentlich niemand. Aber Mord? Nein Gottlob, es war - wie sich später herausstellt - kein Mord, sondern ein tödlicher Unfall. Wäre ja auch für einen Adventskrimi für Kinder nicht so ganz passend gewesen. Dennoch sorgen die Ermittlungen der Polizei und des etwas merkwürdigen Kommissars Bruno Wollweber immerhin für ein wenig Spannung. Aber tatsächlich nur für ein wenig. Dass dann noch die Zicke Cleo, Majas Klassenkameradin, herummobbt, erhöht die Spannung auch nicht sonderlich. Am Ende zeigt sich, dass sie nur ein armes Opfer von Wohlstandsverwahrlosug ist. Und schließlich, an Heiligabend, sind alle in eine wohlig-warme Weihnachtswolke eingehüllt.

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Diese Rezension wurde verfasst von bifi.
Veröffentlich am 01.01.2010

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