Macbeth, nach William Shakespeare
- Autor*in
- Kindermann, Barbara
- ISBN
- 978-3-934029-68-2
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Severynovska, Anna
- Seitenanzahl
- 36
- Verlag
- Kindermann
- Gattung
- Fantastik
- Ort
- Berlin
- Jahr
- 2016
- Lesealter
- 8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 15,50 €
- Bewertung
Teaser
Nach einer siegreichen Schlacht begegnet der Feldherr Macbeth auf dem Heimweg geheimnisvollen Hexen, die ihn als künftigen König von Schottland begrüßen. Diese Prophezeiung ist für Macbeth und seiner Gattin der Anlass für einen heimtückischen Plan.Machtgier, Verrat und Zauberei werden für Kinder in Text und Bild nachvollziehbar gestaltet.
Beurteilungstext
Pünktlich zum 400.Todestag von William Shakespeare offeriert der Kindermann Verlag eines der bekanntesten Dramen des Autors. Es ist das 7. Werk von Shakespeare, das der Verlag speziell für junge Leser herausgegeben hat ( Ein Sommernachtstraum, Romeo und Julia, Hamlet, Viel Lärm um nichts, Der Widerspenstigen Zähmung, Der Kaufmann von Venedig).
In bewährter Weise erzählt Barbara Kindermann , was in “Macbeth” an wahrhaft dramatischen Ereignissen geschieht.
Als der schottische Feldherr Macbeth mit seinem Gefährten Banquo siegreich aus einer Schlacht auf den Weg zu seinem König in einer düsteren Heidelandschaft drei rätselhaften Hexen begegnet , ändert sich alles in seinem Leben ,und am Ende nicht zum Guten. Die geheimnisvollen Schwestern prophezeien dem erfolgreichen Vetter des Königs, dass er bald der künftige Herrscher Schottlands sei. Diese Prophezeiung geht ihm nicht aus dem Kopf und führt schließlich dazu, dass er mit seiner Frau, Lady Macbeth, einen verbrecherischen Plan vorbereitet und dann auch ausführt. Am Ende verfällt Lady Machbeth dem Wahnsinn und ihr Gatte stirbt durch das Schwert von Macduff.
In der letzten Seite der Nacherzählung ist dann zu lesen:
“So endete die blutige Herrschaft von Macbeth, dessen Machtgier durch die unheilvolle Vorhersage der Zauberhexen so übermäßig geworden war, dass er vor keinem Mord zurückschreckte, um König zu werden”. Dieses Zitat aus dem Buch mag als Nachweis dafür dienen, wie es der Autorin gelingt, mit der sprachlichen Gestaltung des Textes den Lektüreerfahrungen der Kinder zu entsprechen. Damit ist ein Problem angesprochen , das es bei der Adaption klassischer dramatischer Werke der Weltliteratur für Kinder gibt. Hier handelt es sich um eine Tragödie von Shakespeare, die bereits zwischen 1601 und 1606 erschienen ist . Es ist eine Zeit, die für Kinder sehr weit in der Vergangenheit liegt. Barbara Kindermann nutzt eine Übersetzung von Dorthea Tieck , die für ein Bühnenstück gedacht ist. Barbara Kindermann musste also den Text so nacherzählen, dass Kinder ihn ,von Sprachgestaltung und Inhalt her gesehen ,verstehen können. Dafür hat sie den inhaltlichen Verlauf der Handlung auf wesentliche Episoden begrenzt und dabei märchenhafte Elemente hervorgehoben,etwa die Rolle der d r e i Hexen und ihre d r e i Weissagungen, die in der Handlung immer wieder aufgegriffen werden. Der Übersetzung entnommene Zitate werden kursiv wiedergegeben und fügen sich gut in den Textkorpus ein.
Eine Besonderheit dieses Bandes besteht darin , dass der Verlag der jungen Illustratorin Anna Severynovska die Chance gibt, ihre Masterarbeit für die Bebilderung der Nacherzählung zu nutzen. Das Vertrauen des Verlages in die Künstlerin hat sich gelohnt. Die farbigen, oft ganzseitigen Bilder, vermitteln den Kindern u.a. einen Eindruck von den agierende Personen an den jeweilgen Handlungsorten.
Insgesamt ist auch dieser Band bibliografisch ein Hingucker.
Das Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern jeden Alters zum Lesen, Vorlesen und Anschauen.