Lyrik-Comics. Gedichte Bilder Klänge für KInder in den besten Jahren
- Autor*in
- Schweizer, Stefanie
- ISBN
- 978-3-407-75461-5
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 104
- Verlag
- –
- Gattung
- Buch (gebunden)Lyrik
- Ort
- Weinheim
- Jahr
- 2019
- Lesealter
- 6-7 Jahre8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 16,95 €
- Bewertung
Teaser
Eine Sammlung von 19 Gedichten, die bildnerisch und musikalisch ausgearbeitet sind und in einer Anthologie für kleine und große Lesende zugänglich werden.
Beurteilungstext
Die neue Anthologie des Beltz&Gelberg-Verlags vereint 19 Gedichte ganz unterschiedlicher Künstler*innen. Da finden sich ebenso Klassiker wie Ernst Jandls „Ottos Mops“ und Mascha Kalékos „Der Mann im Mond“ neben aktuellen namhaften Dichtenden wie Manfred Mai („Manchmal“), Arne Rautenberg („das wuhuu“) oder Elisabeth Steinkellner („Zwischen türkischen Tapeten“). Die Gedichte sind vielfältig in Form und Inhalt, Sprachspielereien, Nonsens, aber auch Naturbeobachtungen und andere Nachdenklichkeiten. Federleicht im Ton, aber stark in der Sprache und im Zugang zur kindlichen Perspektive zeigen sie eine herausragende Auswahl der aktuell verfügbaren Dichtkunst für Kinder, die Lust auf Lektüre und mehr macht.
Das Mehr bietet das Buch gleichzeitig auch mit an. Alle Gedichte sind auf einer Seite kompakt in Satzform, auf den Folgeseiten je grafisch-bildnerisch ausgearbeitet worden. Neun ebenfalls namhafte Illustrator*innen haben die Gedichte visuell in Bild- oder Comicform umgesetzt, kleine Handlungen humorvoll auf die Bühne gebracht oder aufwendige Collagen aus Bild- und Sprachfetzen erzeugt. Auch hier ist der Stil vielfältig. Pastos-atmosphärische Szenen von Kristina Heldmann (zu Joachim Ringelnatz: „Die Seifenblase“) stehen neben reduzierten grafischen Karikatur-Zeichnungen von Claudia Weikert (zu Gerald Jatzek: „Rumpelstilz sucht Freunde“).
Hinzu kommen noch Vertonungen der Gedichte. Elf der Neunzehn Gedichte wurde als Lieder auskomponiert und arrangiert. Sie sind auf einer Seite des Beltz-Verlages kostenlos abrufbar. Die Lieder sind teils einfach instrumentiert und leichtfüßig gesungen, teils aufwendiger als Bandarrangement realisiert von verschiedenen Musiker*innen. Dadurch entsteht ein Medienverbund, der zu einem synästhetischen Lektüreerlebnis einlädt. Ein spannendes Experiment, das die Möglichkeiten der digitalen Medienverbundskonstruktion aufnimmt. Jedoch ist es in der Menge der Angebote fast ein wenig zu viel. So machen die Gedichte auch einfach so als Gedichte Spaß. Der Rest ist dann persönliche Entscheidung, wie viel sinnliche Anreicherung jede*r haben mag. In diesem Sinne durchaus zu empfehlen!
Michael Ritter