Lametta-Sophie fliegt raus
- Autor*in
- Baron, Karin
- ISBN
- 978-3-499-21342-7
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Schulte, Susanne
- Seitenanzahl
- 208
- Verlag
- Rowohlt
- Gattung
- –
- Ort
- Reinbek
- Jahr
- 2005
- Lesealter
- 10-11 Jahre12-13 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- Bücherei
- Preis
- 6,90 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Lametta-Sophie ist ein ziemlich frecher Weihnachtsengel. Und als sie versucht, der kleinen Kika wieder zu einer kompletten Familie zu verhelfen, muss sie sich mit einem kurzsichtigen Liebesengel und mit dem Weihnachtsmann anlegen, der ihr Besuche auf der Erde verboten hat. Natürlich wird sie erwischt und muss dieses Mal den Himmel verlassen. Doch so schnell gibt Sophie nicht auf - und sie hat in Oma Maxi und ihren Bandfreunden auch tatkräftige Hilfe.
Beurteilungstext
So hatten wir uns den Himmel eigentlich nicht vorgestellt: Freche Punkerengel, eine Rockband, schlafmützige Schutzengel und eine “Doppelspitze” aus Weihnachtsmann und Santa Claus - nicht unbedingt katechismuskonform. Doch letzten Endes haben auch diese Paradiesbewohner vor allem eine Absicht: Die Wünsche der Menschen zu erfüllen, vor allem, wenn diese Wünsche von Herzen kommen und aus kindlichem Glauben. Dass dabei viele sehr irdische Hürden auftauchen (und wir endlich ahnen, warum oft so viel Unfug in der Welt passiert), liegt weniger an den Engeln als an uns selbst. Doch diese Engel, so seltsam sie auch aussehen mögen, tun ihr Bestes, uns wieder zurück “in die Spur” zu bringen.
Das klingt sehr märchenhaft und ist es auch, doch wie Baron diesen nun schon dritten Band mit dem Lametta-Engel aufbaut, passt einfach wunderbar in die vorweihnachtliche Zeit. Nicht umsonst gibt es ausgerechnet 24 Kapitel, nicht umsonst endet die Geschichte am Heiligabend - es ist ein Weihnachtsmärchen. Ältere Kinder mögen das vielleicht albern finden, aber gerade für die Jüngeren ist es anrührend und zu Herzen gehend erzählt, immer mit einem Augenzwinkern und manchmal auch mit deftigem Humor.
Und - Katechismus hin oder her - die Botschaft ist durchaus christlich: Man muss auch einmal ungewöhnliche, vielleicht sogar verbotene Wege gehen, wenn Mitmenschen in Not sind, wenn es gilt, existenzielle Probleme zu lösen. Kurzsichtige Liebesengel mit Punsch zu betäuben und dann mit Amors Pfeil und Bogen zu hantieren ist sicher kein real gangbarer Weg, aber in Freundschaft zusammenzuhalten und gemeinsam für das Gute zu kämpfen - das können auch Nicht-Engel. Und selbst der überlastete Weihnachtsmann ist schließlich mit dem Ergebnis zufrieden und muss nur aus Gerechtigkeitssinn schon mal streng sein...