Lady Happy und der Zauberer von Ukerewe

Autor*in
Schulz, Hermann
ISBN
978-3-8489-2065-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Yelin, Barbara
Seitenanzahl
208
Verlag
Aladin
Gattung
Ort
Hamburg
Jahr
2016
Lesealter
10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
12,95 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Der 13-jährige Sam, seine Cousine Happy und ihr Freund Papis versuchen das Geheimnis von Münzen aus der Kolonialzeit zu lüften und das Schicksal der letzten Königstochter von Sengerema aufzudecken.

Beurteilungstext

Das Leben auf der Insel Ukerewe im Victoriasee ist für den 13-jährigen Sam und seine Cousine Happy ziemlich eintönig. Doch eines Tages kommt ein neuer Schüler in ihre Klasse, Papis aus dem Senegal. Sein Vater Demba ist Polizeichef, soll angeblich auf der Insel Urlaub machen und “nebenbei die Polizei ein bisschen auf Vordermann bringen”. Das kommt Sam, Happy und Papis merkwürdig vor. Schon bald sind die drei unzertrennlich und beschließen, dem neuen Polizeiboss ein wenig hinterherzuschnüffeln. Auf Dembas Schreibtisch finden sie eine Karte mit Ortsnamen der Insel. Sie stoßen auf der weiteren Suche auf eine Kiste mit alten Münzen mit dem Aufdruck DOA (Deutsch-Ostafrika), die nur aus der Kolonialzeit stammen können. In einem halb verfallenen Keller entdecken sie acht große eiserne Kästen, die sich aber nicht öffnen lassen. Da die drei Freunde unbedingt Geld brauchen, um ein Rockkonzert in Sansibar zu besuchen, hoffen sie auf Gold oder weitere Münzen und sind hoch motiviert. Werden sie das Geheimnis dieser Schätze lüften können und dazu noch etwas über das Schicksal der letzten Königstochter von Sengerema erfahren?

Hermann Schulz hat mit dem vorliegenden Kinderroman wieder einmal eine Geschichte geschrieben, die in Afrika spielt. Er bedient sich sehr sympathischer Protagonisten, mit denen sich der junge Leser gut identifizieren kann. Es gelingt ihm, deren Alltag auf Ukerewe anschaulich und spannend zu schildern. Allerdings gelingt es ihm überhaupt nicht, mit diesem Buch einen Einblick in die Kolonialzeit zu geben. Ein kurzer historischer Überblick im Anhang und vor allem auch Landkarten von Afrika und von der Insel Ukerewe mit den verwirrend vielen afrikanischen Ortsnamen wären sehr sinnvoll gewesen. Außerdem wird der junge Leser meines Erachtens überfordert durch allzu viele ihm unbekannte Worte (Kolonialherren, Söldner, sentimental, Spitzel, Kriegskasse usw.).

Diese Kritikpunkte führen dazu, dass das vorliegende Buch trotz sehr schöner Zeichnungen von Barbara Yelin nur eingeschränkt empfohlen werden kann.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von FBr.
Veröffentlich am 01.10.2016

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