Kann ich mitspielen?

Autor*in
Rassmus, Jens
ISBN
978-3-7017-2134-4
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Rassmus, Jens
Seitenanzahl
44
Verlag
Nilpferd in Residenz
Gattung
Ort
St. Pölten
Jahr
2014
Lesealter
6-7 Jahre8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
14,90 €
Bewertung
empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Ausgangspunkt der Fantasiegeschichte ist Michi und sein Fußball sowie ein trister Hinterhof. Wie die Bilder auf dem Vorsatz zeigen, kann Michi schon sehr geschickt mit dem Ball umgehen, aber Fußball allein spielen? Da hilft nur ein Schuss über die Mauer und ganz viel Fantasie. Der Autor und Illustrator Jens Rassmus hat sie, die Fantasie. Und wir erleben ein turbulentes Fußballspiel bis in die Wolken und zurück.

Beurteilungstext

Die Geschichte ist in Form eines Reigens angelegt. Der Mitspieler ist zunächst kleiner als Michi, alle weiteren entweder größer oder aber mit weiteren Fähigkeiten ausgerüstet: Eine Spinne hat immerhin acht Beine / ein Vogel kann ziemlich gut fliegen / ein Engel ist auf der Wolke sozusagen zu Hause.
Für die Erwachsenen hat Jens Rassmus auch einiges versteckt. So heißt die Spinne, in deren Netz der Ball zwischendurch landet, ""Günter"" (für Nicht-Fußballer: Günter Netzer war ein berühmter Fußballspieler) und der mitspielende Engel ""Gabriela"" (für Nicht-Bibelfeste: Gabriel ist einer der vier Erzengel, selten auch weiblich).

Die Bilder beanspruchen etwas mehr Platz als der erzählende Text. Auf dem Cover deutet das Bild an, wohin die Reise geht. Bär, Hase, Michi und der Ball sind gleichzeitig in der Luft, deutlich in die rechte Richtung, also fort. Wohin fort, erkennen und erleben wir mit Michi und dem Reigen, der sich anschließt und zum Schluss in einem ""richtigen"" Fußballspiel mündet, in der es ein Stadion gibt und Zuschauer und zwei echte Mannschaften und richtige Tore. Und gerade als es spannend wird, Michi den Ball schoss und dieser in Richtung des gegnerischen Tors fliegt, da ...

Leider ist gerade diese Situation nicht ganz passend und zeigt, dass sich Jens Rassmus nicht so recht entscheiden kann, welcher Art sein Buch sein soll. Hätte er mit der Landung der illustren Gruppe aus der Wolke geendet, wäre es eine schöne Fantasiegeschichte geworden, die sich der einsame Michi auf seinem grauen Hinterhof zusammengeträumt hätte. Sollte es eine Geschichte werden, in der eine ""gemischte"" Mannschaft aus Mensch und Tier in die Realität ein- und wieder auftaucht, hätte die Einführung viel kürzer und der Ausklang viel länger sein müssen.
Unabhängig davon ist das Buch aber für Jungen (immerhin sind nur Taube und Spinne weiblich) eine Aufforderung, sich nicht unterkriegen zu lassen. Es finden sich immer Freunde, mit denen man spielen kann. Zum Beispiel Fußball.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von uhb.
Veröffentlicht am 01.01.2010

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