Jessi, die Raubhäsin

Autor*in
Lüftner, Kai
ISBN
978-3-649-64335-7
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Rauers, Wiebke
Seitenanzahl
40
Verlag
Coppenrath
Gattung
Bilderbuch
Ort
Münster
Jahr
2023
Lesealter
4-5 Jahre6-7 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiVorlesen
Preis
15,00 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Aus dem niedlichen Häschen Jessileinchen, das in einem behüteten Käfig wohnt wird die gefährliche Raubhäsin Jessi, die in den Wald zieht. Doch Jessi ist nicht einfach so in den Wald gezogen. Nein! Für ihren Umzug hatte sie einen guten Grund. Diesen hat sie aber leider selbst vergessen. Kannst du der Raubhäsin Jessi dabei helfen sich an diesen Grund wieder zu erinnern?

Beurteilungstext

Jessi die Raubhäsin ist ein Buch, welches sein Potential meiner Meinung nach verschwendet hat.
Die Grundidee, dass eine Person (in diesem Fall die Häsin Jessi) sich im Laufe ihres/seines Lebens verändert, weil sich ihre Lebensumstände und ihre Wünsche ändern finde ich wunderbar. Aus dieser Idee hätte so viel Schönes werden können, doch leider kam es anders.

Dass das Buch – nicht meinem Geschmack entspricht – liegt unter anderem an dem sehr langen Text der in Reimen geschrieben wurde. Generell stehe ich Büchern in Reimform eher skeptisch gegenüber, weil sich viele Reime gezwungen und holprig anhören. Dies trifft auch bei diesem Buch zu. Da die Reime nicht immer am Ende des Satzes liegen ist es zumindest zu Beginn schwierig in einen guten Lesefluss zu finden. Nach mehrmaligem Lesen findet man heraus an welchen Stellen man weiterlesen muss und wo man besser eine Pause macht, um den Reim fließend lesen zu können. Da dies jedoch schon vielen Erwachsenen schwer fällt, wird es für Kinder noch schwieriger das Buch selbstständig zu lesen.

Doch nicht nur die Reime hindern das Buch daran großartig zu sein, sondern auch die Geschichte an sich. Denn diese wird sehr sprunghaft erzählt. Aus dem lieben, niedlichen und sauberen Häschen wird – ohne weitere Erklärung – eine abgebrühte und wilde Häsin. Wie es dazu kam lässt sich nur erahnen. Hier hätte ich es besser gefunden zumindest eine kurze Erklärung einzufügen, denn dann wäre die Geschichte „runder“ gewesen.

Die Botschaft des Buches, dass man sich im Laufe seines Lebens verändert, je nachdem wie die Lebensumstände und/ oder Wünsche/ Sehnsüchte sind, ist super wichtig. Von daher finde ich es schade, dass diese Botschaft so sehr von den feindlich aussehenden Illustrationen und der eher negativen Grundstimmung im Buch überschattet wird. Das die Umstände im Leben einen Menschen verändern können ist vielen Erwachsenen bewusst. Doch Kinder wissen das noch nicht. Von daher frage ich mich, für wen dieses Buch eigentlich geschrieben wurde. Soll es die Erwachsenen daran erinnern sich nicht zu sehr von den sich ständig veränderten Umständen im Leben ablenken zu lassen? Oder daran, dass Freundschaften gepflegt werden müssen, damit man nicht am Ende alleine ist? Oder wurde das Buch für Kinder geschrieben? Soll es etwa den Kindern aufzeigen, dass jeder mutig sein kann? Egal wie groß oder klein man ist, oder woher man kommt?

Irgendwie passt das Gesamtpaket (Botschaft, Text und Illustrationen) nicht wirklich zusammen. Da hilft es auch nicht viel, dass am Ende der Geschichte die Freundschaft siegt.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von uh; Landesstelle: Baden-Württemberg.
Veröffentlicht am 12.03.2025

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