Hinterhalt am Limes

Autor*in
Lenk, Fabian
ISBN
978-3-8337-4126-5
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Kunert, Almud
Seitenanzahl
85
Verlag
Jumbo
Gattung
Fantastik
Ort
Hamburg
Jahr
2020
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
11,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Teaser

Rund 100 Jahre nach der Eroberung Germaniens durch die Römer erstreckt der Limes, der Grenzwall ihres Reiches, sich weit entlang des Rheins bis in den Norden. In den Lagern Vetera I und II (in der Nähe der heutigen Stadt Xanten) vertreiben sich die Legionäre ihre Zeit nicht nur mit täglichen Märschen und Waffenübungen, sondern auch mit Würfelspielen.
Das wollen Kim, Julian und Leon - die Zeitdetektive - zunächst nicht glauben, aber sie wissen ja, wie sie sich persönlich überzeugen können. Zu ihrer Überraschung erleben sie sogar den Besuch des Kaisers Trajan in der nach ihm benannten Stadt Ulpia Traiana mit und decken ein Komplott gegen ihn auf. Sein eigener Legat Furius hatte sich mit dem feindlichen germanischen Anführer Berowolf verbündet um selber besser dazustehen und sich - anstatt seinen Grenzposten zu sichern - endlich nach Rom versetzen zu lassen.

Beurteilungstext

Über ein gemeinsames Würfelspiel kommen die drei Freunde Kim, Leon und Julian auf die Idee, sich einmal in einem Castrum, einem römischen Militärlager am Limes, umzuschauen. Gedacht, getan, sie wissen ja, dass sie nur den Tempusraum in der alten Klosterbibliothek betreten und die richtige Tür, diesmal mit der Zahl 100, finden müssen, durch die sie nach deren Öffnen tatsächlich - passend in eine Toga gekleidet - im Wald nahe dem Römerlager Vetera II wieder auftauchen. Bei einem vorbeifahrenden Händler machen sie sich nützlich, sie beruhigen seine Maultiere und schleppen seine Waren vom Karren ins Lager, so dass sie kaum auffallen. Sowohl Metellus selbst als auch sein Sohn Marcus, ein Legionär, verschaffen ihnen wertvolle Einblicke in die damalige Zeit, auch in die Spannungen zwischen den Germanen und den Römern. Darüber hinaus werden deren spezielle Aufgaben, ihr Aussehen und ihre Kleidung, ebenso die Gebäude sowie deren Funktionen nicht nur im Lauf der Erzählung beschrieben, sondern auch im Booklet ausführlich geschildert. Ein vierseitiges Glossar listet zudem alle Fremdwörter auf.
Die Kinder finden sich wie immer schnell zurecht und auch ihre Katze Kija macht sich nützlich, als Julian von den Wolfsmenschen, einer Gruppe aufständischer Germanen, die sich als Wölfe verkleiden, geschnappt wurde und sie seine Fährte wiederfindet. Der Höhepunkt ist dann der Besuch des römischen Kaisers Trajan, nach dem die Stadt Ulpia Traiana benannt wurde.
So interessant ein Besuch der heutigen Stadt Xanten mit den Ausgrabungen aus der Römerzeit auch ist, durch das Hörspiel mit den Zeitdetektiven kann man sich wie immer, wenn auch leider nur für kurze Zeit, in die jeweilige Epoche, den besonderen historischen Moment hinein versetzen. Nicht zuletzt durch die bereits seit vielen Folgen vertraute Stimme des versierten Sprechers Stephan Schad.

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Diese Rezension wurde verfasst von OAL; Landesstelle: 19 Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 14.08.2020

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