Hexenhut und Monstermaul

Autor*in
Flacke, Uschi
ISBN
978-3-551-35397-9
Übersetzer*in
Ori. Sprache
Illustrator*in
Kuhl, Anke
Seitenanzahl
176
Verlag
Carlsen
Gattung
Fantastik
Ort
Hamburg
Jahr
2005
Lesealter
8-9 Jahre10-11 Jahre12-13 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Preis
6,50 €
Bewertung
eingeschränkt empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Zehn Geschichten erzählt Uschi Flacke ihren jugendlichen Gruselfans hier. Sieben sind sozusagen selbstständig, drei eingestreute handeln von Monster-Meggi und ihrer Monsterfamilie Gruselstein, die in einer Gruft auf dem städtischen Friedhof lebt (oder besser “untot” dort wohnt).

Beurteilungstext

In der Tat ein gruseliges Buch. Leider weniger, was den erwünschten Gruselfaktor angeht, sondern vielmehr auf literarischer Seite.
Erstens: Macht es eine Handlung wirklich “präsenter”, wenn man im Präsens schreibt? Gerade mal zwei von diesen zehn Geschichten sind in der Vergangenheit erzählt. Ich halte das für besser. So entsteht eher der Eindruck, dass irgendwann einmal vielleicht doch so etwas passiert sein könnte. Eine etwas größere Chance zumindest, die Bereitschaft zu erhöhen, sich auf den beabsichtigten Grusel einzulassen.
Zweitens: Die Geschichten kranken alle an einem Faktor, der gerade Horrorgeschichten (und Geschichten überhaupt) sehr abträglich ist: Die Autorin lässt dem Leser oder Zuhörer meist viel zu wenig Zeit. Ständig passiert irgendetwas, neue Begriffe werden kurz eingeworfen, eigentümliche Namensgebungen nerven sehr bald. Unangenehme (und unnötige!) Hektik entsteht. Und am Ende münden die Geschichten drittens dann noch in einem nicht immer originellen, wenig gruseligen Ende.
Der wirkliche Horror bei einer Geschichte dieses Genres sollte im Kopf des Lesers entstehen; das Gefühl, weiterlesen zu müssen - schnell oder langsam - und es gleichzeitig eigentlich gar nicht wissen zu wollen, was da Fürchterliches auf der nächsten Seite lauert - das könnte das Geheimnis guter Horrorgeschichten sein. Davon ist hier leider fast nichts zu spüren. Oder wollte man Lesern ab neun Jahren aufwärts das noch nicht zumuten?!
Die “schauderhaft schönen Illustrationen von Anke Kuhl” (Seite 3) können da wenig helfen. Sie wirken seltsam flach und gewollt. Vielleicht konnte die Zeichnerin in den Geschichten auch nichts Inspirierenderes entdecken...

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von rl.
Veröffentlicht am 01.01.2010

Weitere Rezensionen zu Büchern von Flacke, Uschi

Flacke, Uschi

Prinzessin Annabell - Unprinzessinenhafte Abenteuer

Weiterlesen
Flacke, Uschi

Die Hexenkinder von Seulberg

Weiterlesen
Flacke, Uschi

Die Hexenkinder von Seulberg

Weiterlesen
Flacke, Uschi

Tessa und Sara im Castingfieber

Weiterlesen
Flacke, Uschi

Die Hexenkinder von Seulberg

Weiterlesen
Flacke, Uschi

Wie ein Baby entsteht

Weiterlesen