Herbsthundewetter
- Autor*in
- Steinhöfel, Andreas
- ISBN
- 978-3-551-52311-2
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Steinhöfel, Dirk
- Seitenanzahl
- 40
- Verlag
- Carlsen
- Gattung
- BilderbuchBuch (gebunden)
- Ort
- Hamburg
- Jahr
- 2025
- Lesealter
- 4-5 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- BüchereiFreizeitlektüre
- Preis
- 14,00 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Der Zauber der Jahreszeiten entdeckt von einem jungen Hund - die Brüder Steinhöfel erzählen hier eine leise, aber ebenso intensive Reise durch die Natur und gleichsam die unterschiedlichen Gefühle, die Natur und Wetter bei uns auszulösen vermögen. Für Kinder ab drei. Absolut empfehlenswert!
Beurteilungstext
Henri und Finn sitzen am Fenster und schauen in den Garten: Es ist Herbsthundewetter: manche Bäume sind bereits kahl, manche tragen noch gelbes Laub, es ist neblig. Während der junge Hund Henri gern allein hinaus gehen würde, um zu spielen, vertröstet ihn der Junge Finn auf das nächste Jahr, wenn er größer sei. Was folgt, bleibt vage in der Figurenzuordnung: erzählt Finn dem jungen Hund vom Wetter und alle Beschreibungen sind die des Jungen? Oder ist es die Hundeperspektive, eine träumende; wie es sein wird, die Natur und die Jahreszeiten zu entdecken?
Die folgenden Doppelseiten zeigen dann den kleinen Hund in der Natur: Im Winter, wenn alles schneebedeckt ist, im Frühling zwischen den Schneeglöckchen während am Himmel die Vögel zurückkehren, Henri schnuppert an Blumen und ist fasziniert von Schmetterlingen. Im Sommer ist es heiß und er erlebt sein erstes Gewitter, sucht Schutz vor Regen, Blitzen und Hagel; im Herbst zeigt sich die Natur in allen Farben und wenn es abends kühl wird, ist es gut, ein warmes Zuhause zu haben, in das Henri zurückkehren kann.
Andreas und Dirk Steinhöfel legen hier ein kleines, poetisches Meisterwerk vor: Die ganzseitigen Bilder scheinen wie eine Mischung aus Fotorealismus und Malerei, die sehr stimmungsvoll und intensiv sind. Überwiegend ist der kleine Hund von hinten zu sehen, sodass Betrachtende mit ihm schauen - besonders das erste Bild im Innenteil, das Finn und Henri von hinten am Fenster zeigt, lässt Assoziationen zu den Rückenbildern im Stile Caspar David Friedrichs zu.
Der Text Andreas Steinhöfels ist wunderbar angemessen, poetisch und auf Augenhöhe mit den primären Adressat:innen: "Morgentau glitzert in der aufgehenden Sonne. Millionen von Edelsteinen hängen in den Gräsern. Schmuck ist das!" Manchmal werden auch Fragen formuliert, die die Anschlusskommunikation befördern können: "Was erzählen die Wolken? Wie viele Farben hat die Welt?"
Dass es mehrdeutig bleibt, wer hier "spricht", d.h. imaginiert oder erzählt, macht den Text noch einmal mehr reizvoll: entweder ist es spannend zu erleben, wie ein Tier die Jahreszeiten und das Wetter erleben mag. Oder ist es eigentlich der Junge, der gern allein in den Garten gehen würde, aber noch nicht darf? So oder so: Lesende können hier das Staunen, das Sich-Wundern über unsere faszinierende Natur (wieder) miterleben.