Hallo Jonas, wer ist Gott? Lauras Briefe
- Autor*in
- Gerhardt, Sven
- ISBN
- 978-3-7655-6778-0
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- Gerhardt, Sven
- Seitenanzahl
- 62
- Verlag
- –
- Gattung
- –
- Ort
- Gießen
- Jahr
- 2005
- Lesealter
- 10-11 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- –
- Preis
- 4,95 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Nachdem Lauras beste Freundin Mona weggezogen ist, versucht sie sich näher mit ihrer Banknachbarin Stina anzufreunden. Wäre da nur nicht das “Modepüppchen” Britt, die ebenfalls um Stinas Freundschaft wirbt und Laura nicht leiden kann. Zum Glück kann sich Laura bei ihrem Brieffreund Jonas so manchen Kummer von der Seele schreiben. Auch in Fragen des Glaubens weiß Jonas bzw. dessen Oma so manchen Rat.
Beurteilungstext
Wer sich von dem recht plump formulierten Titel des Buches “Hallo Jonas, wer ist Gott?” nicht allein schon abschrecken lässt, vermutet aufgrund des in Comic-Art gezeichneten Mädchens auf dem Cover vielleicht einen flotten Briefwechsel zwischen zwei Heranwachsenden, in der die philosophisch-theologische Frage “Wer ist Gott?” thematisiert wird. Aber weit gefehlt. Das in acht Kapitel untergliederte Büchlein verliert sich mit seiner leicht antiquierten Sprache in umständlichen Situationsbeschreibungen, die zum Fortlauf der Geschichte nichts beitragen, sondern diese nur unnötig in die Länge ziehen.
Die Geschichte zweier Mädchen, die um die Gunst einer dritten buhlen ist nicht gerade neu, die Polarisierung der beiden Rivalinnen grenzt hier jedoch ans karikaturhafte: Das auf Blümchen-Briefpapier schreibende, auf die wahren Werte wie echte Freundschaft bedachte Mädchen Laura contra das kreischende Modepüppchen Britt, das sich nur durch Glanz und Glamour zu identifizieren scheint. Zum Glück ist da noch der “schönschreibende” Brieffreund Jonas, den Laura in den Sommerferien kennengelernt hat und dessen Oma Laura rät, um eine beste Freundin zu beten. Da Laura bisher noch keine Beziehung zum Glauben hatte, sind Themen wie Beten Neuland für sie und sie richtet in Briefform immer wieder Fragen an Jonas’ Oma, die ein echtes “Glaube-Talent” ist. Dennoch stehen diese Glaubensfragen, die eigentlich laut Titel zentrales Thema dieses Buches sein sollten meist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und sehr kostruiert am Ende eines Briefes an Jonas.
Das Buch kulminiert in der Lauras Geburtstagsparty, in der es ihrer Mutter gelingt alle Freunde aus nah und fern einzuladen ( sogar die biestige Britt, die nur ein armes Scheidungskind ist, und sich in rasantem Tempo vom Saulus zum Paulus gewandelt hat) und diese um die “Große Schoko-Sahne-Torte mit den elf Kerzen” zu versammeln. Brieffreund Jonas bringt von seiner Oma ein Geschenk für Laura mit: Eine Kinderbibel mit Bildern, die ihr die Antwort auf alle Fragen des Glaubens geben soll. Ob es sich das “Glaube-Talent” nicht da ein bißchen zu einfach gemacht hat?