Gymnasium - Ein Ratgeber für Eltern
- Autor*in
- Fritz, Klaus
- ISBN
- 978-3-423-34558-3
- Übersetzer*in
- –
- Ori. Sprache
- –
- Illustrator*in
- –
- Seitenanzahl
- 192
- Verlag
- dtv
- Gattung
- –
- Ort
- München
- Jahr
- 2009
- Lesealter
- ab 18 Jahre
- Einsatzmöglichkeiten
- Fachliteratur
- Preis
- 9,90 €
- Bewertung
Schlagwörter
Teaser
Auch wenn der Übergang auf die weiterführenden Schulen für Kinder sicherlich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstständigkeit ist, gilt es für Eltern doch immer noch, eine Menge wichtiger Entscheidungen zu treffen. Für den Übergang zum Gymnasium notwendige Informationen, Tipps und Anregungen können sie in Klaus Fritz' und Irene Zimmermanns Ratgeber "Gymnasium" finden.
Beurteilungstext
Das deutsche Bildungssystem sieht bereits sehr früh die Aufteilung der Kinder auf unterschiedliche Schulformen vor. Für Eltern gilt es hier, gemeinsam mit Lehrern und Kindern die richtigen Entscheidungen zu fällen. Doch ist das oft gar nicht so leicht. Was es zu bedenken gibt, was man bei der Schulwahl beachten sollte, und wie Eltern ihre Kinder auf dem Weg zum Abitur erfolgreich begleiten können, ist in Klaus Fritz' und Irene Zimmermanns Ratgeber für Eltern, der unter dem Titel "Gymnasium" erschienen ist, nachzulesen.
Die Autoren haben die unterschiedlichsten Situationen und Fallstricke auf dem Weg durch den Dschungel des Gymnasium zusammengetragen. Den oft unübersichtlichen Konstellationen stellen sie einfache und praktikable Ratschläge gegenüber. So finden suchende Eltern hier tatsächlich viele brauchbare Anregungen und auch Selbstbewusstsein, pädagogisch Wünschenswertes angemessen einzufordern.
Es bleibt das prinzipielle Unbehagen der frühen Selektion der Kinder gegenüber. Dass der Gang aufs Gymnasium keine nur begabungsgerechte Auswahl darstellt, sondern einen ersten Erfolg des individuellen Bildungsgangs (der natürlich nur auf Kosten des Misserfolgs anderer realisiert werden kann), stellen die Autoren wohl unbeabsichtigt am Anfang ihres ersten Buches fest. Die ersten beiden Sätze lauten: "Gratulation! Ihr Kind hat es geschafft!" Im andern Fall hätte das Kind es wohl nicht geschafft, es wäre - wenigstens vom Empfinden her - gescheitert. Damit ist auch eindeutig die Bedeutung der untergeordneten Schulformen bestimmt, die eben nicht die Schulen für die praktisch Begabten, sondern die Schulen für die nicht gymnasialtauglichen Schüler darstellen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Denken bald der Geschichte angehört. Für den aktuellen Status quo bietet das Buch aber ein Menge guter und ebenso übersichtlich wie verständlich geschriebener Informationen.