Gruselangriff aus dem Hinterhalt

Autor*in
Sage, Angie
ISBN
978-3-446-20861-2
Übersetzer*in
Günther, Ulli
Ori. Sprache
Englisch
Illustrator*in
Krapp, Thilo
Seitenanzahl
122
Verlag
Hanser
Gattung
Fantastik
Ort
München
Jahr
2007
Lesealter
8-9 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
Bücherei
Preis
8,90 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

Araminta lebt mit ihrer Tante Tabby und Onkel Drac in einem schlossähnlichen tollen Haus. Leider findet Tante Tabby das Leben dort weniger toll als Araminta, steht sie doch von Herzen mit dem nervigen und stets kaputten Boiler auf Kriegsfuß. Da hilft nur eins: Das Haus verkaufen und irgendwo anders siedeln. Aber diese Rechnung hat sie ohne Araminta gemacht ...

Beurteilungstext

Nach der Erfolgsserie “Septimus Heap” nun also eine neue Reihe der englischen Erfolgsautorin Angie Sage. Im ersten Band geht es um das riesige alte Haus mit den Geheimgängen, verwinkelten Treppen, Onkel Dracs Fledermäusen, Geistern, Vampiren und der Ritterrüstung Sir Horace. Und dem alten Boiler, nicht zu vergessen, der der Besitzerin des Hauses, Tante Tabby, schon seit langem ein wahrer Dorn im Auge ist. Muss sie sich doch jeden Morgen mit dem Ding auseinandersetzen und sich von seinen Launen tyrannisieren lassen. Kein Wunder also, dass sie eines Tages das Schild “Haus zu verkaufen” aufstellt.
Aber sie hat nicht mit der energischen Araminta gerechnet. Araminta liebt das Haus und den ganzen Tag ist sie auf der Suche nach echten Geistern, und nun, wo sie gerade Sir Horace in der Ritterrüstung gefunden hat, soll sie das Haus kampflos aufgeben? Weit gefehlt. Egal, wer kommt, das Haus zu besichtigen, er wird in die Flucht geschlagen, kreischend vor Angst vor den Gespenstern und vor Ekel vor den sich abseilenden Spinnen. Araminta triumphiert. So lange jedenfalls, bis eine Familie naht, die gerade solch ein Spukschloss gesucht hat und fest entschlossen ist, dort einzuziehen ...
Angie Sage erzählt die Geschichte aus der Sicht der etwa achtjährigen Araminta (und achtjährige Mädchen sind auch die Lese-Zielgruppe), gerade so, wie dieser der Schnabel gewachsen ist, immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen und völlig unbeeindruckt von den Realitäten und Notwendigkeiten des Lebens. Welche Ideen sie investiert, um die Spukspektakel zum Abschrecken potenzieller Käufer durchzuführen, ist köstlich geschrieben und überaus einfallsreich zu lesen, egal, ob es sich dabei um schleimigen Erdbeer-Wackelpudding handelt oder um einen haarigen Spinnenregen von der Decke oder einen Schwarm aufgeregter Fledermäuse. Ganz schön anstrengend für Araminta, und welcher Frust, als die letzten Käufer geradezu entzückt sind!
Natürlich geht die Geschichte trotzdem gut aus, und die Neuen, die sogar an den Boshaftigkeiten des Boilers Gefallen finden, werden von Tante Tabby eingeladen, doch über Nacht zu bleiben und dann noch den folgenden Tag und dann noch ein bisschen... bis sie schließlich alle zusammen unter einem Dach leben; Platz genug für alle ist ja. Damit ist die Ausgangssituation für die Folgebände geschaffen, und die versprechen noch aufregender zu werden, denn die einziehende Familie hat auch ein Mädchen in Aramintas Alter, und das ist gar nicht so ohne, denn Wanda kann ein bisschen hexen ...
Ulli und Herbert Günther haben die Geschichte sehr schön übersetzt, den Ton der Erzählerin und der Kindes gut eingefangen, in genau der richtigen Mischung von “Coolness”, Unbekümmertheit und Naivität. Eine neue Reihe, die ganz bestimmt dazu geeignet ist, das Leseinteresse bei Jungen Mädchen zu fördern.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von avn.
Veröffentlich am 01.01.2010

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