Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten

Autor*in
Morosinotto, Davide
ISBN
978-3-522-20314-2
Übersetzer*in
Panzacchi, Cornelia
Ori. Sprache
Italienisch
Illustrator*in
Seitenanzahl
272
Verlag
Thienemann
Gattung
Buch (gebunden)Erzählung/Roman
Ort
Stuttgart/Wien
Jahr
2025
Lesealter
12-13 Jahre14-15 Jahre16-17 Jahreab 18 Jahre
Einsatzmöglichkeiten
BüchereiFreizeitlektüreKlassenlektüre
Preis
16,00 €
Bewertung
sehr empfehlenswert

Schlagwörter

Teaser

In dem Detektivroman „Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten“ von Davide Morosinotto, der im Jahr 1829 spielt, geht es um die berühmte Geschichte des Kaspar Hauser. Nachdem Todesdrohungen an Kaspar auftauchen, versucht Greta gemeinsam mit ihrem Vater Dr. Grimaldi, dem berühmten Meisterdetektiv, herauszufinden, wer dahintersteckt. Schnell stellt sich heraus, dass Greta und ihr Vater vorsichtig sein müssen, wem sie überhaupt noch trauen können. Schaffen sie es, den Jungen zu retten?

Beurteilungstext

Der Detektivroman hat insgesamt 272 Seiten, auf denen neben der fesselnden Geschichte schwarz-weiße Abbildungen zu finden sind, die bestimmte Aspekte der Erzählung, wie beispielsweise Briefe und Karten, anschaulich darstellen. Auch das Hardcover des Buches, auf dem unter anderem die Hauptfigur Greta Grimaldi gezeigt wird, ist mit seinen Gold- und Blautönen ansprechend und mysteriös gestaltet. Bevor die Geschichte beginnt, wird darüber hinaus auf die Triggerwarnung hingewiesen, die auf der letzten Seite des Buches zu finden ist. Hierin wird davor gewarnt, dass die Erzählung das Thema Suizid behandelt, und Betroffene werden auf Online-Beratungsstellen hingewiesen. Allerdings finde ich, dass noch vor weiteren Inhalten des Buches gewarnt werden sollte: In dem Detektivroman werden schließlich auch die Aspekte Mord, Todesstrafe und Hinrichtung thematisiert, die gerade auf junge LeserInnen verstörend wirken können.

Die Geschichte selbst ist spannend und mitreißend. Besonders schön ist, dass die Kapitelüberschriften immer Zitate aus den Kapiteln darstellen, sodass die LeserInnen während des Lesens gleichzeitig schauen können, ob sie das Zitat im Text wiederfinden. Dieser Aspekt der Geschichte lässt sich auch im Deutschunterricht einsetzen, um das genaue Lesen der Lernenden zu überprüfen. Ein weiteres positives Merkmal des Romans ist, dass er auf der wahren Geschichte des Kaspar Hausers beruht und dass Morosinotto versucht hat, diese so historisch korrekt wie möglich wiederzugeben.

Neben dem Fall Kaspar Hausers und den tragischen Todesfällen greift die Erzählung auch verschiedene Liebesbeziehungen auf. Eine komplizierte Dreiecksbeziehung entsteht und es wird verdeutlicht, wie schwierig es 1829, also zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, war, eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung zu führen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Erzählung rund um Greta Grimaldi und Kaspar Hauser tragisch, spannend und faszinierend ist. Der Detektivroman „Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten“ von Davide Morosinotto lässt sich daher definitiv empfehlen.

Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Diese Rezension wurde verfasst von AnBa; Landesstelle: Hessen.
Veröffentlicht am 20.01.2026

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